Immer mehr Schrott: An der A1 in Kamen entsteht ein Autofriedhof

dzZurückgelassene Schrott-LKW

Schon wieder wurde ein mutmaßlicher Schrott-LKW vom Fahrer an der A1 in Kamen zurückgelassen. Der 7,5-Tonner wurde von der Autobahnpolizei aus dem Verkehr gezogen. Die Stadt will keinen Autofriedhof dulden.

Kamen

, 21.02.2020, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auch diplomatische Kanäle konnten offenbar nichts ausrichten: Der Eigentümer einer weißen LKW-Zugmaschine, die seit Ende Oktober an der A1 in Kamen steht, lässt sich nicht blicken, um das Fahrzeug abzuholen. Und jetzt auch das noch: Daneben parkt neuerdings ein blau-gelber 7,5-Tonner, der wiederum Schrottfahrzeuge geladen hat. Auch eine graue Limousine ist schon länger nicht mehr bewegt worden.

Die Stadt Kamen hat es an der Unnaer Straße an der A1-Abfahrt Kamen-Zentrum Höhe Zollpost, mit einem kleinen Autofriedhof zu tun. Auf einem Parkstreifen in Höhe des Rotlicht-Lokals „New If-Club“ ergibt sich ein Problem mit dem ruhenden Verkehr. Mit roten Aufklebern auf der Windschutzscheibe hat die örtliche Behörde die Halter der beiden LKW zur Abholung der Fahrzeuge aufgefordert. Auch die Autobahnpolizei und das Straßenverkehrsamt sind in die Vorgänge involviert. Der grauen Limousine droht ebenfalls ein warnender Sticker.

Zwei LKW aus dem Verkehr gezogen

Die Brummis waren bei Kontrollen der Autobahnpolizei aus dem Verkehr gezogen worden, zuerst am 30. Oktober die weiße LKW-Zugmaschine. Vor einigen Tagen wurde auch der blau-gelbe 7,5-Tonner gestoppt. Beide Fahrzeuge wurden als „verkehrsunsicher eingestuft“, sagte Nina Kupferschmidt, Sprecherin der Autobahnpolizei in Kamen. Die Nummernschilder seien jeweils sichergestellt worden, um die Fahrer an einer Weiterfahrt zu hindern. Die graue Limousine hat ihr Nummernschild noch und parkt dort aus unbekannten Gründen.

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Im Fall des weißen LKW soll laut städtischen Angaben sogar die bulgarische Botschaft eingeschaltet worden sein, um Kontakt mit dem Eigentümer aufzunehmen. Alle Bemühungen scheiterten. „Fakt ist, dass der LKW immer noch da steht“, stellt Stadtsprecher Peter Büttner fest. Die Stadt leite nun Schritte ein, dass der LKW abgeschleppt wird. Auf Steuerzahlerkosten.

Erfolg für die Verkehrsicherheit, aber nicht fürs Stadtbild

So weit soll es bei dem blau-gelben 7,5-Tonner, der in den Niederlanden zugelassen ist, nicht kommen. Die Autobahnpolizei ging am Freitag davon aus, dass der Halter das reparaturbedürftige Fahrzeug im Laufe des Tages abschleppen lässt. Dass die Mängel-LKW dort auf dem Parkstreifen der Unnaer Straße stehen und nicht mehr auf den Autobahnen rollen, ist zwar ein Erfolg für die Verkehrssicherheit, aber nicht fürs Stadtbild.

Wird einem LKW-Fahrer von der Polizei die Weiterfahrt untersagt, ist es in seinem Interesse, wenn er sein Gefährt erst einmal auf einem öffentlichen Parkstreifen stehen lassen kann. Wird die Schrottkarre zurückgelassen, hat am Ende die Stadt das Nachsehen.

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