Opposition lobt das neue Klima im Rathaus

dzBei Neuausrichtung der Technopark-Gesellschaft

Neue Töne aus der Opposition nach dem Bürgermeisterwechsel. Beim Mitwirken an der neuen Konzeption für den Technopark, empfindet die CDU einen Richtungswechsel im politischen Umgang.

Kamen

, 07.10.2018, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neue Töne aus der Opposition nach dem Bürgermeisterwechsel von Hermann Hupe auf Elke Kappen (beide SPD). Die CDU-Fraktion, die in den vergangenen Jahren mehrfach die Stadtverwaltung für deren undurchsichtige Informationspolitik kritisiert hatte, macht einen Richtungswechsel aus. „Es zeichnet sich ein anderer Prozess der Meinungsfindung ab“, lobt Ralf Langner, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion.

Er bezieht sich auf die von den Ratsfraktionen zu beschließende Neuausrichtung der Technopark Kamen GmbH. Nachdem den Ratsvertretern ein Gutachten der Wirtschaftskanzlei „Audalis“ vorgelegt wurde, gehen die Politiker nun in die Beratung, wie es weiter gehen soll mit dem Innovationszentrum unter dem Förderturm. Wie berichtet gibt es vier unterschiedliche Szenarien zur Technopark-Zukunft – von der Bestellung eines neuen Geschäftsführers bis zur vollständigen Auflösung der Gesellschaft. Die Technopark GmbH hat in den vergangenen 25 Jahren den Strukturwandel gesteuert und in all der Zeit über 1500 Arbeitsplätze geschaffen. Der Technopark mit seinen drei Bereichen – Technologiezentrum (Büros), Gründerzentrum (Büros und Werkshallen) und Technopark (Gewerbeflächen) gilt als vollständig ausgelastet. Zurzeit werden die letzten vier verbleibenden Flächen des Technoparks vermarktet. Die Verhandlungen könnten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Die CDU-Fraktion, so kündigte Vorsitzender Ralf Eisenhardt an, werde sich in der Fraktionssitzung am 10. Oktober erstmals mit dem Audalis-Gutachten auseinandersetzen. Das Lob der Fraktion gelte Bürgermeisterin Elke Kappen, die das Thema unvorbelastet in die politische Beratung gegeben habe. „Ich sehe dadurch Raum für mehr Abstimmung unter allen Fraktionen“, sagt Langner. In der Vergangenheit hätten die Fraktionen oftmals lediglich eine Beschlussvorlage bekommen, in der alle Details für eine Entscheidung schon vorab geregelt waren. „Daraus ergab sich die Frage, ist man dafür oder dagegen.“ Auf vorherige politische Erörterung bzw. Kompromisse sei nicht eingegangen worden. In dem jetzigen Prozess, den er als Richtungswechsel in der Verwaltung einstuft, könne sich die Politik inhaltlich und zeitlich intensiver mit dem Thema beschäftigen.

Bei der zukünftigen Aufstellung der Technopark GmbH, so hält die CDU fest, müsse die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre berücksichtigt werden. Mit 51 Prozent der Anteile, die die Stadt Kamen hält, sei es klar, dass die Richtungsentscheidung aus Kamen kommen müsse, die Akzeptanz der Partner an einer Lösung sei für die künftige Zusammenarbeit aber wichtig.

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