Ohne Führerschein und mit Drogen im Blut in Polizeikontrolle geraten

dzFahren ohne Fahrerlaubnis

Obwohl er keine Fahrerlaubnis besaß und zuvor Cannabis geraucht hatte, fuhr ein Kamener los – und geriet prompt in eine Polizeikontrolle. Das hatte nun ein Nachspiel vor Gericht.

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 28.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Eine Fahrt mit dem Auto seiner Schwiegermutter in spe ohne Führerschein und mit Cannabis-Resten im Blut brachten einem Kamener reichlich Ärger mit seiner Freundin und der Justiz ein. Nun saß der 32-Jährige auf der Anklagebank.

Eine Fahrt unter dem Einfluss von Drogen kostete ihn 2014 die Fahrerlaubnis. Dennoch stellte er sein Glück erneut auf die Probe, als er sich am späten Nachmittag des 30. April hinter das Steuer des fremden Wagens setzte, die Unnaer Straße befuhr und prompt in eine Kontrolle geriet. Und dabei kam nicht nur ans Licht, dass er keinen Führerschein besaß, sondern auch, dass er am Vortag einen Joint geraucht hatte.

Fahren ohne Fahrerlaubnis wurde dem 32-Jährigen am Dienstag im Amtsgericht zur Last gelegt und er entschied sich, nichts schön zu reden: „Abstreiten kann ich es nicht und abstreiten will ich es auch nicht. Ich habe Scheiße gebaut und muss dazu stehen.“ Offen räumte er auch ein, Ärger mit seiner Freundin und deren Mutter gehabt zu haben. Der Kommentar des Richters fiel trocken aus: „Da sind Sie ja schon fast gestraft genug.“ Aber eben nur fast und das brachte der Richter deutlich zum Ausdruck: „Sie entfernen sich immer weiter vom Führerschein.“ Ohnehin müsse der Kamener bereits jetzt mit der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung rechnen, wenn er wieder eine Fahrerlaubnis erlangen wolle.

Der Angeklagte versicherte, dass ihm das Ganze eine Lehre gewesen sei, zumal er ansonsten Gefahr laufe, seine Familie zu verlieren. Für ihn endete der Fall mit 600 Euro Geldstrafe und sechs Monaten Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis.

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