Ökofilm war schlecht besucht – dafür kamen die Besucher von weit her

dzKlimaschutz

Die Verbraucherzentrale zeigte den Film „Die Grüne Lunge“. Die Besucherzahl war gering, das Aktionsbündnis aber wächst weiter.

Kamen

, 23.01.2020, 14:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über die Gesamtzahl der Besucher ist Umweltberaterin Jutta Eickelpasch etwas enttäuscht. Nur etwa 25 Leute haben sich den Film „Die grüne Lunge“ im Haus der Stadtgeschichte angesehen – trotz aktueller Brisanz der Thematik. Die Verbraucherzentrale zeigte den Öko-Film in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino. Zusätzlich hatte sie einen Stand des Aktionsbündnisses gegen Plastik aufgebaut. Und die gute Resonanz darauf stellte die kleine Besucherzahl in den Schatten.

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Denn neun der Besucher haben sich am Mittwochabend dem Aktionsbündnis, das Eickelpasch im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat, angeschlossen. Das Besondere: Viele der Besucher kamen von außerhalb, etwa aus Fröndenberg und Dortmund.

„Das ist besonders schön, aber auch verwunderlich“, sagt Eickelpasch. Trotz der Entfernung wollen sich die Auswärtigen in Kamen engagieren. „Unterm Strich war die Veranstaltung ein Erfolg, weil die, die da waren, extrem engagiert und interessiert sind“, bilanziert Eickelpasch.

Mitglieder des Aktionsbündnisses haben keine Vepflichtungen

Mittlerweile sind 80 Personen Teil des Aktionsbündnisses. Verpflichtungen haben sie keine. Pro Monat bekommen sie einen Newsletter mit anstehenden Aktionen, Gesetzesänderungen und Highlights zum Thema Müllvermeidung und Umweltschutz. Dieses Prinzip geht offenbar auf. Bei den Aktionen nehmen laut Eickelpasch bis auf ein paar Wiederholungstäter immer wieder neue Leute teil, keiner fühlt sich verpflichtet.

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Wie man Einwegmüll vermeidet

Womit Eickelpasch ebenfalls ins Schwarze trifft, sind ihre Workshops. Ihr erster Wachstuch-Workshop, bei dem die Teilnehmer aus Stoff und Bienenwachs nachhaltige Frischhaltetücher herstellen, war schnell ausgebucht. Mittlerweile gab es einen zweiten Termin und ein dritter ist geplant.

Bienenwachstücher und Deo selber machen
„Unterm Strich war die Veranstaltung ein Erfolg, weil die, die da waren, extrem engagiert und interessiert sind.“
Jutta Eickelpasch, Umweltberaterin in der Verbraucherzentrale

Die Workshops sind laut Eickelpasch eine tolle Möglichkeit, neue Mitglieder für das Bündnis zu werben. Im persönlichen Austausch lassen sich viele Menschen für das Thema Müllvermeidung begeistern – besonders, wenn sie gerade selber erleben, wie einfach es gehen kann. Doch nicht nur bei Haushaltsutensilien lassen sich Verpackungen einsparen.

Dass das auch in der Kosmetik gut funktioniert wird Jutta Eickelpasch am 11. Februar in einem neuen Workshop zum Thema plastikfreie Kosmetik zeigen. Mit den Teilnehmern wird Eickelpasch Creme-Deo aus drei Zutaten herstellen.

Der Kurs findet in der Familienbande an der Bahnhofstraße statt – Anmeldungen sind dort oder in der Verbraucherzentrale Kamen möglich. Die Kosten liegen bei 2,50 Euro.

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