Das öffentliche WC in der Kamener City hat (k)einen Haken

dzFußgängerzone

Es gibt neue Kritik an der öffentlichen Toilette in der Kamener Fußgängerzone. Nach Beschwerden über fehlende Spezialschlüssel für Schwerbehinderte sowie fehlende Wegweiser geht es jetzt um ein praktisches Detail.

Kamen

, 07.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Erneut gibt es Kritik am öffentlichen WC in der Kamener Fußgängerzone. Franz Klinkhammer, 81, ist aufgefallen, dass ein kleines, aber nützliches Teil auf dem stillen Örtchen fehlt.

Die Sanitäranlage im großen Pavillon auf dem Willy-Brandt-Platz wurde im vorigen Sommer eröffnet, so wie auch das Fahrradparkhaus unter demselben Dach. „Radwache und Toilettenhäuschen – alles wunderbar“, findet Klinkhammer.

Aber die Planer haben nach Meinung des Seniors ein praktisches Detail vergessen. Das ist ihm selbst aufgefallen, und er vermutet, dass wohl jeder Mensch schon mal irgendwo vor derselben Frage stand: „Wohin mit dem Mantel?“

Den Überzieher auf den Boden legen oder übers Waschbecken hält Klinkhammer aus naheliegenden Gründen für keine gute Idee. Man kann auch noch versuchen, die Türklinke als Aufhänger zu benutzen. Klinkhammer stellt jedenfalls fest: „Da fehlt ein Garderobenhaken.“

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Der 81-Jährige will den Vorschlag auch schon durch einen Anruf beim Bauhof der Stadt Kamen vorgetragen haben. Falls die Stadtverwaltung den Vorschlag aufgreift, wäre dies nicht die erste Verbesserung. Nach Kritik an den beschränkten Öffnungszeiten des Klos hat die Stadt die Tür im vorigen Jahr mit einem sogenannten Euro-WC-Schloss ausgestattet. Besitzer eines Euro-WC-Schlüssels, der von Schwerbehinderten erworben werden kann, gelangen damit auch außerhalb der Öffnungszeiten in die Sanitärräume. Der frühere Ortsvorsteher Heinz Henning hatte den Verzicht auf das Schlüsselsystem als Fehlplanung kritisiert.

Die öffentliche Toilette wurde im Juli 2019 eröffnet. Es gibt noch einen weiteren Kritikpunkt: Wer in der City muss, muss erst suchen. Das WC ist im Umkreis, beispielsweise am Busbahnhof, nicht ausgeschildert. Das stille Örtchen bleibt für Ortsunkundige also ein geheimes Örtchen, zu dem man sich durchfragt.

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