Notruf 112: Rettungswagen fällt nach Verkehrsunfall aus

dzKamener Rettungswache

Der Rettungswagen, der am vorigen Freitag auf einer Einsatzfahrt verunglückte, gehört zur Kamener Feuer- und Rettungswache. Die Besatzung muss jetzt umdisponieren. Notfallpatienten müssen sich aber keine Sorgen machen.

Kamen

, 10.12.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Kamener Feuer- und Rettungswache muss derzeit mit einem Rettungswagen weniger auskommen. Der RTW war am vorigen Freitag in einen offenbar unverschuldeten Crash auf der Unnaer Straße verwickelt. Die Besatzung und ein Patient an Bord blieben unverletzt. „Das Fahrzeug ist beschädigt und befindet sich in der Werkstatt“, sagte der stellvertretende Leiter Andreas Schultze am Dienstag. Die Polizei hat einen fünfstelligen Schaden geschätzt.

Wer den Notruf 112 wählt und Hilfe im medizinischen Notfall braucht, muss keine Einschränkungen befürchten. Die Einsatzfähigkeit des Rettungsdiensts ist weiter gewährleistet. Und das funktioniert so: An der Feuer- und Rettungswache Kamen sowie an der Rettungswache West sind insgesamt sechs RTW stationiert. Dazu kommen noch zwei Reservefahrzeuge, von denen eines jetzt das ausgefallende Fahrzeug unter der Funkkennung „RTW 3“ ersetzt. „Jetzt darf nichts mehr kaputtgehen“, sagte Schultze.

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Der Unfall wirft ein Licht auf die Gefahren, denen die Rettungssanitäter bei ihren Fahrten mit Blaulicht und Martinshorn ausgesetzt sind. Der RTW war am Freitag gegen 18.40 Uhr mit einem Ford Ka kollidiert, als er bei einer Einsatzfahrt bei Rot über die Kreuzung Unnaer Straße/Schattweg fuhr. Die Ford-Fahrerin, eine 21-Jährige aus Bergkamen, wurde leicht verletzt. Die Besatzung des RTW sowie ein Patient überstanden den Aufprall unbeschadet.

Es ist schon mindestens der zweite Verkehrsunfall unter Beteiligung eines Rettungswagens in diesem Jahr. Im Februar stieß ein RTW an der Unnaer Straße, Höhe A1-Anschlussstelle Kamen-Zentrum, mit einem Smart zusammen. Auch die RTW-Besatzung – ein 39-jährige Kamener als Fahrer und ein 22-jähriger Schwerter als Beifahrer – erlitt Verletzungen.

Ein Rettungswagenfahrer, der nicht an der Feuer- und Rettungswache Kamen arbeitet, sagt über seinen Alltag: „Man muss größte Vorsicht walten lassen und immer mit den Fehlern der anderen rechnen.“ Es gelte, sich bei Rot mit Schrittgeschwindigkeit auf eine Kreuzung vorzutasten, auch wenn sie vermeintlich frei sei.

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