Nordring-Sanierung soll noch dieses Jahr besiegelt werden

dzVertrag unterschriftsreif

Mit Tempo 30 über die Bundesstraße: Autofahrer kennen den Nordring in Kamen als Schlaglochpiste mit Tempolimit wegen Straßenschäden. Nun gibt es Neuigkeiten über die Sanierungspläne.

Kamen

, 15.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bürgermeisterin Elke Kappen (SPD) will noch dieses Jahr einen Vertrag über die Sanierung des Nordrings unterschreiben. Die sogenannte Bauvereinbarung zwischen der Stadt Kamen, dem Kreis Unna und dem Landesbetrieb Straßen NRW liegt im zweiten Anlauf vor und soll den Weg zu einem Baustart im Frühjahr 2019 frei machen. Der Nordring (B233) ist als Teil des Innenstadtrings eine der Hauptverkehrsadern von Kamen.

Rathaus-Sprecher Hanno Peppmeier bestätigte am Freitag, dass das überarbeitete Papier unterschriftsreif ist. Die Stadt Kamen und der Kreis Unna hatten bereits eine frühere Fassung unterschrieben, als die Landesstraßenbauer nach der Sommerpause „erneute Änderungen bzw. Anpassungen in der bereits unterschriebenen Bauvereinbarung“ anmeldeten, wie der Stadtsprecher erklärte. Die Änderungen seien nun erfolgt und das Dokument„soll noch in diesem Jahr erneut“ von allen Vertragspartnern unterzeichnet werden.

Derweil laufen parallel die Vorbereitungen auf die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten. Die Ausschreibung der Leistungen solle „zu Beginn des Jahres 2019“ veröffentlicht werden, damit der Baubeginn „zum Frühjahr 2019“ hin erfolgen könne. Die Gesamtmaßnahme soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Kanalsanierung für 1,465 Millionen Euro

Bei dem Millionenprojekt sind sowohl kommunale als auch auch Landesbehörden im Boot, weil es um eine Bundesstraße innerhalb einer Ortschaft geht und auch der städtische Kanal saniert werden soll. Die Investitionskosten allein für die Kanalarbeiten sind im städtischen Haushalt auf 1,465 Millionen Euro beziffert.

Im Haushaltsplan 2019, der Anfang Dezember vom Stadtrat beschlossen wurde, wird das Projekt so beschrieben: „Die Straßen- und Kanalbaumaßnahme wird gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau umgesetzt. Die Baumaßnahme soll im Frühjahr 2019 beginnen. Eine Vereinbarung mit Straßen.NRW wurde geschlossen. Fördermittel wurden beantragt und bewilligt.“

Dass der Landesbetrieb kurzfristig wegen einer „kleinen Änderung des Vertrags“ zunächst nicht unterschrieben hatte, erfuhr der Planungsausschuss des Stadtrats Anfang November vom Ersten Beigeordneten Uwe Liedtke. Die Ausschreibung könne erst erfolgen, wenn alle Vertragsparteien die Vereinbarung unterzeichnet haben.

Details der Bauvereinbarung und der Änderungswunsch sind noch nicht bekannt, der Inhalt dürfte aber nach Unterzeichnung veröffentlicht werden. Die einzelnen Paragrafen regeln üblicherweise den Gegenstand, die Art und den Umfang der Maßnahme sowie die Kosten und deren Aufteilung zwischen den Vertragspartnern. Ein Lageplan ist angeheftet.

Eine ähnliche Vereinbarung wurde 2014 für die Umwandlung der B233-Anschlussstelle Hochstraße/Henry-Everling-Straße in eine Ampelkreuzung geschlossen – die Maßnahme mit einem Volumen von 1,59 Millionen Euro wurde voriges Jahr erfolgreich beendet.

Der kaputte Nordring war auch ein Thema bei der zweiten Bürgersprechstunde von Bürgermeisterin Kappen, die ihr Amt im August angetreten hatte. Ein Bürger wollte bei dem Termin am vorigen Dienstag wissen, wie es mit der kaputten Straße weitergeht. Die SPD-Politikerin sagte dem Bürger eine schriftliche Antwort zu.

Der Landesbetrieb Straßen NRW ließ eine Presseanfrage zu dem Projekt am Freitag unbeantwortet.

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