Noch keine Klarheit über die heikle Kanalbaustelle an der Margaretenkirche

dzGefährdetes Baudenkmal

Die Sorge, dass die denkmalgeschützte Margaretenkirche in Methler bei Kanalbauarbeiten gefährdet werden könnte, ist für die betroffene Kirchengemeinde noch nicht ausgeräumt.

Kamen

, 08.10.2018, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Treffen zwischen Vertretern der Stadt Kamen und der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Methler hat noch keine Klarheit über ein schonendes Bauverfahren und den Zeitplan auf der heiklen Kanalbaustelle gebracht. Das geht aus übereinstimmenden Aussagen von Beteiligten hervor.

Die Kanalbauarbeiten ruhen seit rund einem Jahr, seit Zweifel am zunächst ausgewählten Bauverfahren aufkamen. Die Rohre müssen so verlegt werden, dass Schäden an dem Baudenkmal ausgeschlossen sind. Verantwortlich für die Kanalbaustelle ist der Stadtentwässerungsbetrieb Kamen mit den Betriebsleitern Ralf Tost und Dr. Uwe Liedtke sowie im operativen Geschäft Bernd-Josef Neuhaus.

In dem sogenannten Arbeitsgespräch, das bereits am 20. September stattfand, verständigten sich die Beteiligten nach Angaben aus dem Rathaus auf „verschiedene Arbeitsaufträge“. Welche das sind, ob es beispielsweise um statische Prüfungen, die Prüfung eines möglichen neuen Bauverfahrens oder die Dokumentation des Zustands des Baudenkmals geht, das wollten weder die Stadtverwaltung noch die Kirchengemeinde näher ausführen.

Nächstes Treffen Ende Oktober

Vereinbart wurde, dass es Ende Oktober 2018 ein weiteres Arbeitsgespräch geben soll – mit dem Ziel, die Ergebnisse der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Bis dahin solle unter anderem ein „ verlässlicher Zeitplan für die Baumaßnahme“ erarbeitet sein, sagte Rathaus-Sprecher Hanno Peppmeier. Pfarrerin und Presbyteriumsvorsitzende Verena Mann sagte: „Klarheit haben wir im Oktober, dann haben wir die Fakten.“

Kirchbaumeisterin: Kein Risiko mit der Baumaßnahme

Auch Presbyteriumsmitglied und Kirchbaumeisterin Annette Wortmann nahm an dem Treffen teil. „Wir wollen kein Risiko eingehen mit der Baumaßnahme“, sagte sie. Beiden Seiten müsse nun Zeit gegeben werden, weil man auf Ergebnisse warte.

Die Kirchengemeinde wird unterstützt von der Bau-, Grundstücks- und Friedhofsabteilung des Kreiskirchenamts in Unna. Man stehe in Kontakt mit der Stadtverwaltung und den Entwässerungsbetrieben, heißt es. Die Kirchengemeinde und der Kirchenkreis seien über den aktuellen Stand der Baumaßnahme informiert.

Letzte Wasserstandsmeldung von Juni

Der letzte öffentliche Bericht über die Kanalbaumaßnahme wurde im Juni im Betriebsausschuss vorgelegt. Bernd-Josef Neuhaus sagte, dass man auf die Rückmeldung der bauausführenden Firma Wittfeld warte, welche die ihr vorgelegte Statik prüfe. Die Fertigstellung der Baumaßnahme sei für den Herbst 2018 geplant.

Zuvor hatte sich im April der Beigeordnete Liedtke im Betriebsausschuss geäußert: Es werde erwartet, dass es bei dem geplanten und ausgeschriebenen Verfahren im Dielenpressverbau („Pressbox“) bleibe. Kalkulatorische Gründe des ausführenden Bauunternehmens könnten für den Vorschlag, wieder das ursprünglich diskutierte Pressbox-Verfahren zu wählen, ursächlich gewesen sein. Das Bauverfahren werde wahrscheinlich nach drei bis vier Monaten im Herbst abgeschlossen werden. Das ist vermutlich jetzt nicht mehr zu schaffen.

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