Neuer Fairteiler in Methler: Kostenlose Lebensmittel aus einer Gartenbox namens „Simba“

dzFoodsharing in Kamen

Methler hat einen neuen Fairteiler, denn die „blaue Elise“ gibt es nicht mehr. Die neue Box heißt „Simba“ und steht an einem prominenten Ort. Jeder kann sich dort künftig Lebensmittel abholen.

Methler

, 18.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gerade erst wurde der Fairteiler „blaue Elise“ an der Robert-Koch-Straße aufgestellt und kurz darauf verschwand die Gartenbox auch schon wieder. Warum die Box, aus der sich jeder kostenlos Lebensmittel herausnehmen durfte, sich nicht sonderlich lange gehalten hat, möchte Patrick Moll nicht sagen. Es seien „interne Gründe.“

Moll ist der Betriebsverantwortliche für den Foodsharing-Bezirk Kamen-Bergkamen. Foodsharing ist eine Initiative, die Lebensmittel, die nicht mehr in Supermärkten, auf Bauernhöfen etc. angeboten werden würden, aber noch genießbar sind, kostenlos zur Verfügung stellt. Die Standorte, an denen man die Lebensmittel abholen kann, nennen sich Fairteiler – so wie auch die Elise einer war.

Doch die ist Geschichte. Stattdessen gibt es jetzt einen neuen Fairteiler in Methler.

Kirchengemeinde in Methler bietet Foodsharing einen Platz an

Moll hat ihn „Simba“ getauft und er wurde am Freitag am Bodelschwingh-Haus (Otto-Prein-Straße 17) aufgestellt. Den Ort hat die Ev.-luth. Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt und Moll ist darüber mehr als glücklich, denn der Platz ist „einfach perfekt“. Es gebe Schatten, Parkmöglichkeiten und einen Zaun, an dem die Gartenbox befestigt werden kann und an dem Platz für Hinweisschilder ist.

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Denn wer sich kostenlos Lebensmittel abholen möchte, soll einiges beachten. so ist die Box in Methler wegen der Nachtruhe nur von 7 bis 22 Uhr zugänglich. Außerdem soll sie sauber gehalten werden. Tüten sollen nicht geöffnet und am Gemüse nicht herum geschnitten werden.

Wer verdorbene Lebensmittel entdeckt, darf diese laut Moll gerne wegschmeißen oder ihn anrufen, seine Nummer steht an der Box. Besonders im Sommer ist das hilfreich, denn bei hohen Temperaturen werden Lebensmittel schneller schlecht und das kann auch den Rest des Fairteilers verderben.

Jeder kann von Foodsharing profitieren oder mitmachen

Moll wird die Box befüllen, reinigen und im Auge behalten. Neben seinem „Simba“ gibt es in Kamen noch das „Karlchen“ an der Ludwig-Schröder-Str. 18. In Bergkamen gibt es ebenfalls zwei Fairtailer (Der Kumpel, Lünenstr. 23; Der Matrose, Jahnstraße 106). Bis auf „Simba“ sind alle Fairteiler 24 Stunden lang zugänglich.

Weitere Informationen zum Foodsharing gibt es unter www.foodsharing.de. Über die Seite kann übrigens auch jeder zum Lebensmittelretter werden. Außerdem kann man sich darüber auch für die öffentliche WhatsAppgruppe anmelden, in der veröffentlicht wird, wann die Box gefüllt wird. Und im Gegensatz zur Tafel kann wirklich jeder zuschlagen.

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