Neuer Chef im Ausschuss für Stadtplanung ist ein Fahrrad-Fan

dzHeinrich Kissing

Der neue Stadtrat hat seine Posten verteilt. An einer wichtigen Schaltstelle mischt künftig ein Verfechter des fahrradfreundlichen Kamen mit. Heinrich Kissing erklärt, was ihn an der Aufgabe reizt.

Kamen

, 12.11.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der frühere CDU-Fraktionschef Heinrich Kissing ist nach einer sechsjährigen Auszeit zurück im Stadtrat – und mischt direkt wieder ganz vorne mit. Nach seinem Comeback steht nun fest, dass er einen wichtigen Posten übernimmt: Der 66-Jährige leitet künftig den Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss – ein Gremium, das zum Beispiel Projekte wie den Sesekepark, die Neugestaltung der Fußgängerzone und des Bahnhofsumfelds begleitete.

Stadtrat

Wer leitet welchen Ausschuss?

Der Stadtrat hat am Donnerstag seine Ausschüsse und Beiräte gebildet und den Vorsitz vergeben. SPD, CDU und Grüne als stärkste Fraktionen hatten sich im Vorfeld auf die Besetzung geeinigt.
  • Rat/Haupt- und Finanzausschuss: Elke Kappen (SPD)
  • Stadtentwässerungsbetrieb: Anke Dörlemann (Grüne)
  • Jugendhilfe: Christiane Klanke (SPD)
  • Kultur: Daniel Heidler (SPD)
  • Mobilität- und Verkehr: Klaus Kasperidus (SPD)
  • Partnerschaft: Susanne Middendorf (CDU)
  • Planungs- und Stadtentwicklung: Heinrich Kissing (CDU)
  • Rechnungsprüfung: Sandra Heinrichsen (Grüne)
  • Schule und Sport: Joachim Eckardt (SPD)
  • Sozial-, Teilhabe-, Generationen- und Familien: Manuela Laaßen (Grüne)
  • Umwelt- und Klimaschutz: Denis Aschhoff (SPD)
  • Wirtschaft: Ralf Eisenhardt (CDU)
  • Gleichstellung: Helga Pszolka (CDU)

Warum er den Vorsitz übernimmt, erklärt der Diplom-Ingenieur so: „Dieses Aufgabenfeld hat mich immer interessiert, was auch mit einer gewissen Berufsnähe zu tun hat. Stadtentwicklung und -planung ist ein interessantes Thema, das manchmal verkannt wird.“

Keine Aufgabe für Ungeduldige

Es ist aber auch ein Thema, das nichts für Ungeduldige ist. Stadtplanung läuft nicht „von heute auf morgen“, sondern mit „einer Perspektive über Jahrzehnte“, so Kissing. „Was man heute macht, muss Jahrzehnte halten und prägt dann auch eine Stadt, wie zum Beispiel die Hochstraße.“

Zwei Punkte sind Kissing wichtig, der in seiner Rolle ein Hauptansprechpartner für Stadtplaner Uwe Liedtke wird: Er will die bisherigen Ansätze zur Weiterentwicklung der Innenstadt weiterverfolgen und nennt dabei das neue Förderprogramm gegen Leerstände von Ladenlokalen. Außerdem möchte er die Stadt fußgänger- und fahrradfreundlicher machen. Stichworte: „Nahmobilität und die Innenstadt als Erlebnis- und Begegnungsort.“

Im Ausschuss fürs Lieblingsthema nur Mitglied

Typische Nahmobilitätsthemen wie die mögliche Freigabe der Fußgängerzone für Radler dürften aber künftig auch an anderer Stelle behandelt werden. Für „Mobilität und Verkehr“ ist ein eigener Ausschuss unter Vorsitz von Klaus Kasperidus (SPD) gebildet worden. Der bisherige Planungs- und Straßenverkehrsausschuss wurde aufgeteilt.

Kissing ist auch bekannt als örtlicher Vorsitzender des Fahrradclubs ADFC. Für sein Lieblingsthema ist damit ein anderer Ausschuss zuständig, aber mitreden kann er dort trotzdem. „Ich bin Mitglied“, sagt er.

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