Kamen, Bergkamen, Bönen

Neue Gasumlage: Versorger GSW kündigt Preiserhöhung an

Die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) haben nur einen Tag nach der Ankündigung einer Strompreis-Erhöhung zum 1. Oktober noch eine weitere Preiserhöhung bekannt gegeben. Diesmal beim Erdgas.
GSW-Chef Jochen Baudrexl hat infolge der Turbulenzen auf dem Energiemarkt gleich zwei Preiserhöhungen in einer Woche angekündigt, erst für Strom, nun für Gas.
GSW-Chef Jochen Baudrexl hat infolge der Turbulenzen auf dem Energiemarkt gleich zwei Preiserhöhungen in einer Woche angekündigt, erst für Strom, nun für Gas. © dpa/Stefan Milk

Bereits seit wenigen Tagen ist die Höhe der neuen Gasbeschaffungsumlage in Deutschland bekannt. Diese beträgt 2,419 Cent netto pro Kilowattstunde und soll verhindern, dass deutsche Gas-Importeure wegen gestiegener Preise in Not geraten. Nun ist klar, welche konkreten Auswirkungen die neue Umlage auf die 22.000 Erdgas-Kunden der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen Bönen Bergkamen (GSW) haben wird.

Die GSW kündigten am Mittwoch eine Preiserhöhung beim Erdgas an. „Neue Gasbeschaffungsumlage gilt ab Oktober – Anpassung der Erdgastarife notwendig“, heißt es in einer Mitteilung. Darin wird die Preissteigerung außer mit der neue Gasumlage auch mit „kostentreibenden Entwicklungen im Erdgaseinkauf“ begründet.

Musterhaushalt zahlt jährlich 521 Euro mehr

Auf die Gas-Umlage schlagen die GSW noch einmal ungefähr einen halben Cent auf. Die Erdgastarife steigen also um 2,92 Cent pro Kilowattstunde (netto) bzw. 3,47 Cent pro Kilowattstunde (brutto). Ein typischer Kunde mit dem Tarif GSW Erdgas Fix und einem Jahresverbrauch von 15.000 Kilowattstunden muss demnach monatlich 43,44 Euro (brutto) bzw. jährlich 521,28 Euro mehr bezahlen. Das entspricht einem Plus von 37,2 Prozent.

Geschäftsführer Jochen Baudrexl äußerte in einer Mitteilung sein Bedauern über die Preiserhöhung. „Um weiter wirtschaftlich auf sicheren Beinen zu stehen und damit die Versorgungssicherheit unserer Kunden gewährleisten zu können, müssen wir nun reagieren und zusätzliche Kosten wie die Gasbeschaffungsumlage weitergeben. Leider befinden wir uns momentan in einer Zeit, in der wir vor bislang nicht gekannte Herausforderungen gestellt werden“, sagte er.

Dies ist schon die zweite Preiserhöhung, die diese Woche angekündigt wurde. Auch Strom wird zum 1. Oktober teurer, wie die GSW bereits am Dienstag mitgeteilt hatten.

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