Netzausbau der Telekom erreicht Wasserkurl

dzSchnelleres Internet

Schon seit fast einem Jahr laufen im Kamener Stadtgebiet Glasfaser-Verlegungsarbeiten. Die Telekom baut ihr Breitbandnetz aus – jetzt in Wasserkurl

10.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Der Breitband-Ausbau der Telekom ist knapp ein Jahr nach dem Baustart noch in vollem Gang. Das äußert sich durch abgesperrte Bürgersteige und verengte Straßen an verschiedenen Stellen, zum Beispiel am Schnittpunkt von Wasserkurler Straße, Afferder Straße und Massener Straße in Wasserkurl.

„Linksabbiegen geht nicht mehr, nur noch Rechtsabbiegen“, beschreibt der Methleraner Ortsvorsteher Ulrich Klein die seit voriger Woche geänderte Verkehrsführung an der T-Kreuzung in Höhe der ehemaligen Gaststätte „Alte Wasserkurler Schmiede“.

Die regulären Rechts- bzw. Linkspfeile, die sich an der abknickenden Vorfahrt befinden, sind gelb durchgestrichen, wie Ute Ligges vom benachbarten Kürbishof Ligges beobachtet hat. Kunden würden dennoch weiter einen Weg zu ihrem Hofladen mit Weihnachtsbaumverkauf finden. Eine Autofahrerin beschrieb die Verkehrsführung gegenüber unserer Zeitung als „verwirrend“.

Mini-Baustellen

Die Telekom kündigte im September 2017 an, dass der Netzausbau vor dem Start stehe. Witterungsbedingt ging es dann Anfang 2018 los. 29 Kilometer Kupferkabel zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und 68 Verteiler sollen durch Glasfaser ersetzt werden. 23.350 Haushalte sollen so die Möglichkeit einer schnelleren Internetleitung bekommen. Im April 2018 meldete die Kamener Stadtverwaltung: „Die Arbeiten in Heeren-Werve sind weitestgehend abgeschlossen, in Kamen-Mitte laufen die Arbeiten und Kamen-Methler wird absehbar folgen.“

In den Ausbaugebieten prägen Mini-Baustellen mit das Straßenbild. Die Trupps arbeitens sich per Spülbohrtechnik von Straßenecke zu Straßenecke unterirdisch vor. Im Frühjahr wurden Beschwerden über offen gelassene Baugruben, an denen sich scheinbar nichts tat, über Asphalt-Flickschusterei an vormals gepflasterten Flächen und über schlecht abgesicherte Baustellen bekannt. Die Stadt Kamen klärte die Beschwerden nach eigenen Angaben mit dem bauausführenden Unternehmen, einer niederländischen Firma. Die Telekom als Auftraggeber wurde von der Stadtverwaltung über die Beschwerdelage ins Bild gesetzt. Das Ergebnis: Alle Arbeiten würden fortan von einem Verkehrssicherer begleitet.

Der letzte Meter

Wann der letzte Meter Glasfaser gelegt, die letzte Baugrube in Methler geschlossen und der Schalter für schnelles Internet umgelegt wird, ist derweil offen. Die Telekom kündigte auf Anfrage bald eine vorläufige Bilanz des Kamener Ausbauprojekts an. Bei Projektankündigung im September 2017 hatte es geheißen, dass das schnelle Internet in Kamen ab März 2018 kommen solle. Zwischenzeitlich wurde September 2018 als Fertigstellungstermin genannt.

Die Telekom baut die Verteiler – graue Kästen am Straßenrand – zu Multifunktionsgehäusen (MFG) um. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das Kupferkabel zum Kunden-Anschluss übertragen.

Um die Kupferleitung schnell zu machen, kommt laut Telekom die „Vectoring“-Technik zum Einsatz, die elektromagnetische Störungen beseitigt und höhere Bandbreiten ermöglicht. Zunächst solle das maximale Tempo beim Herunterladen auf bis zu 100 MBit/s und beim Hochladen auf bis zu 40 Mbit/s steigen. Ab dem zweiten Halbjahr 2018 werde „Super-Vectoring“ eingesetzt, sodass Bandbreiten bis zu 250 Megabit pro Sekunden möglich würden, so hieß es bei der Projektankündigung im September 2017.

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