Nachfolge für Waffelcafé am Kamener Marktplatz gefunden

dzVermieterin erfolgreich

Die Tage des Waffelcafés „Bubble & Beans“ am Alten Markt sind gezählt. Einen langen Leerstand wird es aber nicht geben. Denn die Vermieterin hat die Nachfolge bereits geklärt.

Kamen

, 01.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Aus des Waffelcafés „Bubble & Beans“ am Marktplatz soll nur einen kurzen Leerstand nach sich ziehen. Die Hausbesitzerin hat trotz Corona-Krise eine Nachfolgelösung gefunden. „Ich habe das Ladenlokal weitervermietet“, sagte Inge Strothotte am Freitag.

„Bubble & Beans“ will sich Ende August endgültig aus dem Arkadenhaus mit der Nummer 26 verabschieden. Binnen zwei Monaten soll dann an derselben Stelle wieder ein Café eröffnen. „Der Vertrag ist unterschrieben. Eröffnung ist im Oktober“, sagte Vermieterin Strothotte.

Der Name der künftigen Mieterin mit Erfahrungen im Konditor-Handwerk bleibt vorerst ein Geheimnis, sodass eine Bestätigung noch aussteht. „Sie ist vom Fach“, sagt Strothotte. Der Duft leckerer Waffeln, Kuchen und Kaffee bleibt dem Marktplatz also erhalten. Neben Süßem soll es auch „weitere Kleinigkeiten zum Essen“ geben.

Erst Parfümerie, später Mode, dann Café

Das Arkadenhaus ist in noch immer in der Hand derselben Familie, die dort vor Jahrzehnten selbst ein Geschäft besaß, und deshalb ist die Vermietung auch eine Herzensangelegenheit. Inge Strothotte macht deutlich, dass es ihr an einem attraktiven Angebot gelegen ist. „Meine Eltern haben das Haus einst als Ruine gekauft, abgerissen und neu gebaut“, erzählt sie.

Die geborene Lethaus stand später selbst bei „Seifen Lethaus“ hinter der Ladentheke. Ihre Familie habe das Parfümerie-Geschäft dann Mitte der sechziger Jahre aufgegeben.

Später war dort über 20 Jahre lang das Modegeschäft „His Jeans“ angesiedelt, heute an der Adenauerstraße. 2018 eröffnete dann Ralf Falkowski sein Waffelcafé. Als Hauptgrund für den Auszug nannte Falkowski, dass die Kamener Fußgängerzone zu wenig Kundschaft anlockt.

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Entgegenkommen der Vermieterin

Vermieterin Strothotte bedauert das Aus für das Waffelcafé. Sie selbst kam dem Mieter in der Corona-Zwangspause entgegen, doch am Ende stand die Entscheidung Falkowskis. Über das neue Café verrät Strothotte, dass es „ein ganz neues Konzept“ geben werde und eine komplett neue Einrichtung. Die Kritik Falkowskis, der Kamen mit einer „Geisterstadt“ verglich, mag sie nicht teilen. „Ich habe viele Hoffnung“, sagt sie.

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