Nach zwei Corona-Infektionen durch Tönnies: Bei Vahle liegt das Ergebnis des Massentests vor

dzWirtschaft in der Corona-Krise

Mehr als 70 Mitarbeiter des Stromschienen-Herstellers Vahle haben sich einem Corona-Test auf dem Betriebsgelände unterzogen, nachdem in Zusammenhang mit Tönnies zwei Infektionen registriert wurden.

Kamen

, 02.07.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gute Nachricht von Kamens Technologie-Unternehmen Vahle, das an der Westicker Straße seinen Hauptsitz hat und eine Betriebsstätte in Dortmund-Brackel betreibt. Die umfangreichen Testungen auf das Coronavirus haben keine positiven Ergebnisse erbracht. Das teilte Sprecher Philipp Weber am Donnerstagnachmittag mit. Insgesamt haben sich mehr als 70 Mitarbeiter dem freiwilligen Virus-Test, den das Unternehmen aus eigenen Mitteln finanzierte, unterzogen. Auswirkungen auf den Betrieb gibt es demnach nicht. Die Produktion läuft weiter, wie berichtet unter den Vorzeichen der Corona-Krise. Seit dem 2. Juni hat Vahle Kurzarbeit angemeldet.

Auf dem Betriebsgelände an der Westicker Straße gab es am Montag einen Massentest, nachdem sich zwei Mitarbeiter in Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik infiziert hatten.

Auf dem Betriebsgelände an der Westicker Straße gab es am Montag einen Massentest, nachdem sich zwei Mitarbeiter in Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in der Tönnies-Fleischfabrik infiziert hatten. © Stefan Milk

Keine Ansteckung mit dem Virus nachgewiesen

Nachdem zwei Mitarbeiter der Paul Vahle GmbH & Co. KG im familiären Umfeld und in Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch der Fleischfabrik Tönnies in Kontakt mit dem Coronavirus gekommen waren, hatte das Unternehmen die Tests für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeboten. Bei den beiden Mitarbeitern handelt es sich um Brüder, deren Vater, der bei Tönnies arbeitet, positiv auf das Virus getestet wurde.

Die freiwilligen Tests wurden am vergangenen Montag vorgenommen. Weber: „In allen Fällen ist das Laborergebnis negativ, es wurde keine Ansteckung mit dem Coronavirus nachgewiesen.“ Durch ein ausgeklügeltes Hygienekonzept war bei Kamens größtem Arbeitgeber zuvor kein Corona-Fall registriert worden.

„Die Ergebnisse bestätigen unser umsichtiges Handeln und unser Hygiene- und Sicherheitskonzept“, kommentierte Geschäftsführer Achim Dries.

„Die Ergebnisse bestätigen unser umsichtiges Handeln und unser Hygiene- und Sicherheitskonzept“, kommentierte Geschäftsführer Achim Dries. © Stefan Milk

Weiterhin 14-tägige häusliche Quarantäne

Die beiden infizierten Mitarbeiter, so Weber, befinden sich seit dem 19. Juni in Quarantäne. Auch für ihre direkten Kontaktpersonen, nicht mehr als eine einstellige Zahl, wurde prophylaktisch eine 14-tägige häusliche Quarantäne angewiesen. Trotz negativer Tests werde die Isolierung nicht vorzeitig beendet, hieß es am Donnerstag von Unternehmensseite. „Die Ergebnisse bestätigen unser umsichtiges Handeln und unser Hygiene- und Sicherheitskonzept“, kommentierte Geschäftsführer Achim Dries. „Die negativen Ergebnisse sind für uns positiv“, sagte auch Betriebsratsvorsitzender Dietmar Hupe.

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Zahlreiche Arbeitsplätze ins Homeoffice verlagert

Zum Schutz der gesamten Belegschaft hatte Vahle sofort ein umfangreiches Hygienekonzept ausgearbeitet. Dabei wurden soweit wie möglich alle Büro-Arbeitsplätze, etwa 280 an der Zahl, ins Homeoffice verlegt.

In den Produktionsstätten, wo in Normalzeiten etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt sind, wurde eine präventive Maskenpflicht angeordnet. Die freiwilligen Coronatests am Montag wurden in Kooperation mit dem Werksarztzentrum angeboten und vielfach genutzt.

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