Nach Wasserschaden an Realschule in Kamen: Trotz Belohnung keine Hinweise

dz5000 Euro für Hinweise

5000 Euro Belohnung sind noch zu haben: Im Fall des riesigen Wasserschadens an der Realschule in Kamen sind bei der Polizei bislang keine Hinweise eingegangen.

Kamen

, 15.07.2019, 14:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Rätsel um die Verursacher des mutmaßlich sechsstelligen Wasserschadens an der Fridtjof-Nansen-Realschule bleibt weiterhin ungelöst. Auch eine zwischenzeitlich ausgelobte Belohnung hat bislang nicht zu einem Ermittlungserfolg der Polizei geführt. Trotz der in Aussicht stehenden Geldsumme blieben Reaktionen von Zeugen aus.

Die Belohnung wird für Hinweise ausgezahlt, die zur Aufklärung des Falls führen. „Die Belohnung ist noch zu haben“, sagte Polizeisprecher Thomas Röwekamp am Montag. Bislang habe sich niemand bei der Polizei gemeldet. Die Polizei hatte vor knapp zwei Wochen bekannt gegeben, dass eine Versicherung eine Summe von 5000 Euro bereitgestellt hat.

100.000 Euro Schaden

Der Wasserschaden soll sich laut Polizei auf mindestens 100.000 Euro belaufen: Unbekannte Täter hatten in der Nacht zum 5. April einen Wasserhahn in der Realschule mutwillig aufgedreht. Das Wasser lief aus dem zweiten Obergeschoss bis in den Keller – aus seinem geöffneten Eckventil unter einem Waschbecken im Raum 3105. Ein Hausmeister bemerkte die Überschwemmung am Morgen, der Unterricht wurde abgesagt. Das Lehrerzimmer, das Sekretariat, das Schulleiterbüro sowie Unterrichtsräume wurden durchnässt. Das Wasser stand teilweise zentimeterhoch.

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Ein Blick ins Lehrerzimmer zeigt, dass die Sanierungsarbeiten im Gang sind. Handwerker haben den Aufenthaltsraum fast in den Rohbauzustand versetzt. Decke und Boden sind nackter Beton, an einer Stirnwand ist das Mauerwerk sichtbar. Leichtbauwände sind bis auf Hüfthöhe zum Trocknen geöffnet. Lose Elektrokabel, die frisch verlegt wurden, baumeln von der Decke. Die Stadt Kamen nimmt die Wasserschaden-Sanierung zum Anlass, um eine geplante Erneuerung der Deckenbeleuchtung zu realisieren.

Sanierung könnte auch bis zu den Herbstferien dauern

Schulleiter Peter Wehlack geht davon aus, dass die Sanierung auch nach den Sommerferien noch andauern wird. Das sagte er im Gespräch mit der Redaktion kurz vor dem Ferienstart. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich die Sanierung noch bis zu den Herbstferien hinzieht. Die Lehrkräfte und die Verwaltungsleute waren vorläufig in Klassen-, Kurs- und Gruppenräume umgezogen. Wehlacks Büro befindet sich beispielsweise in einem Klassenraum mit Tafel.

Sollten sich keine weiteren Ermittlungsansätze für die Polizei ergeben, droht eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens wegen Sachbeschädigung. Zeugen können sich unter Tel. (02307) 921-3220 bei der Polizei melden.

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