Nach Öl-Alarm am Mühlbach: Parkende LKW unter Verdacht

dzUmwelt

Der bis zu 500 Meter lange Ölfilm auf dem Mühlbach wurde vermutlich durch einen parkenden LKW verursacht. Die Umwelt ist nach Einschätzung der Gewässerschutz-Behörde glimpflich davon gekommen.

29.06.2020, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde kontrollierte am Montagnachmittag den Heerener Mühlbach. Knapp vier Tage nach dem Öl-Alarm waren keine größeren Auffälligkeiten und Schäden festzustellen.

„Wir haben kein Fischsterben gemeldet bekommen, es sind keine toten Fische aufgefallen“, sagte Marten Brodersen von der Unteren Wasserbehörde des Kreises Unna.

Das Amt wird bei Fällen von Gewässerverunreinigung eingeschaltet. So auch nach dem Feuerwehreinsatz am Donnerstagabend am Mühlbach, wo auf einer Länge von 500 Meter ölige Schlieren im Wasser zu erkennen waren.

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Die von der Feuerwehr gesetzten Ölsperren im Bereich der Brücken Wideystraße und Von-der-Becken-Straße/Südfeld konnten abgebaut werden. Die schädliche Substanz war augenscheinlich von der Wideystraße in den Seseke-Zufluss geraten.

Aller Wahrscheinlichkeit hat jemand von der Brücke irgendwas in das Gewässer verbracht, ob absichtlich oder fahrlässig, lässt sich nicht sagen“, sagte Brodersen.

„Da parken wohl häufiger LKW. Es könnte sein, dass ein Fahrzeug Betriebsstoffe verloren hat.“ Wie viel Flüssigkeit ins Wasser gelangte, ist unklar. Das Leck war nicht ungefährlich für den Mühlbach und seine Lebewesen, aber Langzeitschäden für das Gewässer sind nach derzeitigem Stand wohl ausgeschlossen.

Brodersen zeigt kein Verständnis für den unbekannten Verursacher des Öl-Alarms. „Wenn es fahrlässig passiert ist, kann man ja die Feuerwehr rufen, statt sich einfach vom Acker zu machen.“ Die Polizei ermittelt.

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