Nach Messerstecherei: Sesekepark keine Kriminalitätshochburg

dzPolizei veröffentlicht Einsatzzahlen

Nach dem blutigen Streit im Sesekepark übernimmt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Während die Befragung abgeschlossen ist, veröffentlicht die Polizei Daten zu Sesekepark-Einsätzen.

Kamen

, 19.08.2019, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Polizei hat die Ermittlungen nach dem blutigen Streit im Sesekepark an die Staatsanwaltschaft Dortmund übergeben. Die Befragung der Opfer und mutmaßlichen Tätern ist abgeschlossen. Das teilte ein Sprecher der Polizei am Montag auf Anfrage der Redaktion mit.

In Dortmund fällt nun die Entscheidung, wie die Klageschrift gegen die zwei mutmaßlichen Täter ausfällt. Nähere Einzelheiten sind noch nicht veröffentlicht.

Nach dem Zwischenfall mit fünf Beteiligten, bei dem drei junge Männer verletzt wurden, vermutlich mit einem Messer, hatte die Polizei mehrere Beteiligte und zahlreiche Zeugen zu vernehmen. Diese Ergebnisse wurden nun zusammengetragen.

Nach Messerstecherei: Sesekepark keine Kriminalitätshochburg

Großeinsatz im Sesekepark. Dass sich dort ein Einsatzschwerpunkt ergeben hat, bestätigt die Polizei nicht. Bisher zählte sie im ersten Jahr nach der Eröffnung dort zwölf Einsätze. © Neumann

Randale und Sachbeschädigung, aber keine Häufung

Die Kreispolizei hat auf Anfrage der Redaktion nun einen Überblick gegeben, wie viele Einsätze es in dem jetzt ein Jahr alten Park gegeben hat. Bis zur Messerstecherei seien insgesamt elf Einsätze verzeichnet worden - „eine Häufung ist nicht festzustellen“, so Polizeisprecher Thomas Röwekamp auf Anfrage unserer Redaktion.

Dass es bestimmte Zeiten gebe, zu denen es öfter zu kriminellen Handlungen komme, bestätigte die Polizei nicht. „Ein Schwerpunkt konnte nicht identifiziert werden, sowohl Arbeitstage wie auch Wochenenden waren betroffen“, heißt es in Unna. Jeweils Anlass für die Einsätze waren unter anderem Randale, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Belästigung, Unfall (jeweils einmal) und Ruhestörung (zweimal). Zu einem Feuer wurde die Polizei gerufen, das aber schon gelöscht war, als die Beamten eintrafen.

Zudem wurde die Polizei zu einer hilflosen Person gerufen, im Polizei-Jargon als „Hilo“ bezeichnet. Sie wurde von Freunden nach Hause begleitet. Bei einer verdächtigen Person, die überprüft wurde, gab es keine Hinweise auf eine Straftat.

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Alter Markt sei nach wie vor zentraler Anlaufpunkt

Röwekamp teilt im Übrigen die Wahrnehmung nicht, dass sich nun die Szene vom Alten Markt zum Sesekepark verlagert hat.

Der Alte Markt, so Röwekamp, sei nach wie vor der zentrale städtische Anlaufpunkt sowie eine der Hauptveranstaltungsflächen in Kamen. „Aufgrund der zentralen Ansiedlung der Kamener Kneipenszene um den Marktplatz sowie der Haltestellen für ÖPNV und Taxiunternehmen treffen hier zur Abend- und Nachtzeit die Kneipengänger aufeinander, was zu Auseinandersetzungen führen kann.“

Der Sesekepark gehöre allerdings zu den Standorten, an denen die Polizei Streife fahre.

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