Nach Kritik an der Sperrung der Westicker Straße nur für Radfahrer und Fußgänger ist der Weg zwischen Kamen und Methler wieder frei. Radfahrer können sich ab sofort einen Riesen-Umweg sparen. © Stefan Milk
Westicker Straße

Nach Kritik: Radweg zwischen Kamen und Methler wieder frei

Radfahrer können sich ab sofort einen Riesen-Umweg sparen. Nach Kritik an der Sperrung der Westicker Straße nur für Radfahrer und Fußgänger ist der Weg zwischen Kamen und Methler wieder frei.

Für Radfahrer auf der Westicker Straße ging es wochenlang nur über einen Umweg weiter. Wer zwischen Methler und Kamen pendelte, musste einen Abstecher über Südkamen machen, wenn er kein Bußgeld riskieren wollte.

Das hat sich nach Kritik unserer Redaktion und dann nach einer Bitte aus der Politik nun geändert. CDU-Ratsherr Rainer Fuhrmann hatte die Stadtverwaltung gebeten, die Situation an der Baustelle zu überprüfen. Jetzt ist der Weg wieder frei.

An der Westicker Straße geht es für Radfahrer nur über einen Umweg (rechts) weiter, während Autofahrer den direkten Weg nehmen dürfen.
An der Westicker Straße geht es für Radfahrer nur über einen Umweg (rechts) weiter, während Autofahrer den direkten Weg nehmen dürfen. © Carsten Janecke © Carsten Janecke

1,6 Kilometer langer Umweg für Fußgänger und Radfahrer

Der 1,6 Kilometer lange Umweg war etwa drei Mal so lang wie der herkömmliche Weg und nun, wo es später hell und früher dunkel wird, schlecht zu befahren. Ursache für die Sperrung war die Brückenbaustelle in Höhe der Einmündung Südkamener Straße, wo eine neue Brücke über die Körne gesetzt wird. Die Radfahrer wurden von der Westicker Straße abgeleitet und fuhren einen Bogen über Südkamen. Autofahrer durften auf dem ca. 500 Meter langen Stück weiterfahren.

CDU erfreut über den Abbau der Sperrung

Ratsfrau Sarah Grüneberg, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ortsunion Methler, zeigte sich am Freitag erfreut über die Reaktion des Kreises Unna, der für die Straße verantwortlich ist: „Wir begrüßen es sehr, dass die Straße wieder für den Radverkehr freigegeben ist. Auch wenn die Sperrung vielleicht nochmal aufgebaut werden muss.“

Solange Absperrungen nicht zwingend für die Sicherheit der Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer und Baustellenmitarbeiter notwendig seien, so Grüneberg, „sollten sie weggelassen werden, um die Mobilität mit dem Fahrrad und zu Fuß zwischen Kamen Mitte und Methler nicht zu beeinträchtigen.“

Komplizierter und langer Umweg ist nun Geschichte

Sperrbaken, aufgestellt in beiden Richtungen, und ein rot umrandetes Verbotsschild hatten es über Wochen angezeigt: Hier dürfen Fußgänger und Radfahrer nicht mehr weiter.

Der Umweg war kompliziert. Er führte durch die Straßenunterführung der Westicker Straße und kurz dahinter durch die Bahnunterführung der früheren Vierbogenbrücke. Dann ging es weiter den Körneradweg bis zur Schweinebrücke, der Holzbrücke am Schweineberg. Von dort ging es hoch zur Bahnlinie, durch die Roggenkamp-Unterführung und über die Königstraße zurück zur Westicker Straße, wo die Umfahrung beendet war.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1968, aufgewachsen in mehreren Heimaten in der Spannbreite zwischen Nettelkamp (290 Einwohner) und Berlin (3,5 Mio. Einwohner). Mit 15 Jahren erste Texte für den Lokalsport, noch vor dem Führerschein-Alter ab 1985 als freier Mitarbeiter radelnd unterwegs für Holzwickede, Fröndenberg und Unna. Ab 1990 Volontariat, dann Redakteur der Mantelredaktion und nebenbei Studium der Journalistik in Dortmund. Seit 2001 in Kamen. Immer im Such- und Erzählmodus für spannende Geschichten.
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Carsten Janecke

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