Mysteriöser Schaden zeigt, wie anfällig das Freileitungsnetz ist

dzTelefonnetz in Methler

Die Verbindung wird gehalten – diesen Spruch kennen Anrufer nur zu gut. Kaum noch gehalten wurde eine Verbindung in Methler. Dort drohte ein Telefonmast umzukippen.

Kamen, Methler

, 28.08.2019, 14:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Schaden an einer Freileitung bei Altenmethler hat einen Polizei- und Feuerwehreinsatz ausgelöst. Ein Zeuge rief bereits am Samstag gegen 12.15 Uhr die Polizei an und meldete, dass ein Telefonmast an der Straße Altenmethler umzukippen drohe.

Die Polizisten fanden vor Ort zwei schief stehende Masten vor und informierten die Feuerwehr und die Telekom. „Die Gefahrenstelle wurde anschließend provisorisch gesichert“, erklärte Polizeisprecherin Vera Howanietz. Die Ursache für die Schieflage sei unbekannt.

Freileitungen, die im ländlichen Bereich üblich sind, sind anfälliger für Schäden als Erdkabel. Nicht ausgeschlossen ist, dass ein Auto gegen den Mast prallte. Die mutmaßliche Unfallstelle liegt zwischen den Einmündungen Am Langen Kamp und Hilsingstraße.

Die Telekom hält an Freileitungen fürs Telefonnetz fest. Nach Angaben eines Sprechers gibt es keine Gründe dafür, diese durch Erdkabel zu ersetzen. Eine zu tief hängende Freileitung hatte vor einigen Tagen in Fröndenberg besorgte Nachfragen ausgelöst.

Im innerörtlichen Stromnetz in Kamen, Bergkamen und Bönen sind Freileitungen eher ein Auslaufmodell. Diese entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. „Sie sind sehr störungsanfällig, zum Beispiel bei Stürmen“, erklärte kürzlich ein Sprecher der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW).

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