Musik wie aus Notre Dame de Paris

dzKonzert

Sie gehören zu den berühmtesten Bauwerken der Welt: Notre Dame de Paris, das Straßburger Münster oder Nouvelle Majeure in Marseille: Ein Hauch ihres Flairs weht am 12. Januar durch Kamen.

Kamen

, 21.12.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise dürfte die Kamener Kirche Heilige Familie zu ihren berühmten Geschwistern weit hinaufblicken, doch am Dreikönigstag will sie sich musikalisch mit ihnen auf eine Stufe stellen: Beim 4. Dreikönigskonzert soll mit besonderer Musik ein Hauch des Flaires französischer Kathedralen durch die Heilige Familie strömen.

Französische Kathedralmusik erklingt

Wenn der Münsteraner Domorganist Thomas Schmitz am Sonntag, 12. Januar, ab 17 Uhr in die Tasten der Kamener Orgel greift, wird er besondere Noten zu Gehör bringen: Französische Kathedralmusik - die in den großen Gotteshäusern nur zur Weihnachtszeit gespielt wird. Zu hören sein werden Werke von Charles-Marie Widor (1844 - 1937), Louis Vierne (1870 -1937) und Marcel Dupré (1886 - 1971). Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Grundstein einer Tradition gelegt

Mit dem Gast-Organisten wird ein Konzept fortgesetzt, das der heimische Kirchenmusiker Lukas Bajon von Beginn an verfolgt hatte: Zum Christkönigkonzert kommen Jahr für Jahr namhafte Organisten aus der näheren und weiteren Umgebung nach Kamen, um den Konzertbesuchern nicht nur ein besonderes Programm, sondern auch ein anderes Hörerlebnis zu bieten. Denn auch wenn Musiker nach Noten spielen, trägt ihr Spiel doch ihre eigene Handschrift. Mit dem vierten Konzert an diesem besonderen Tag im katholischen Kirchenjahr dürfte Bajon den Grundstein für eine Tradition in der Heiligen Familie endgültig positioniert haben.

Orgelsachverständiger und Lehrbeauftragter

Beim vierten Christkönigkonzert wird Thomas Schmitz zu Gast sein. Der gebürtige Kölner war zunächst Schüler vom Domorganist Andreas Meisner (Altenberg). Nach dem Studium der Kirchenmusik an der Musikhochschule Stuttgart mit den Schwerpunkten Orgel, Improvisation und Dirigieren folgte ein künstlerisches Aufbaustudium für Cembalo und eine Ausbildung zum Orgelsachverständigen. Zudem nahm Schmitz an etlichen Meisterkursen teil.

Berufliche Stationen von Köln bis Freudenberg

Der Beruf führte Schmitz zurück nach Köln, nach Oppenweiler (Württemberg), Nütringen am Neckar und Freudenberg im Schwarzwald. Seit 2003 ist er Domorganist am Hohen Dom zu Münster, wo er täglich mehrere Gottesdienste gestaltet sowie die Chöre der Dommusik begleitet.

Intensive Konzerttätigkeit

Bekannt ist Schmitz nicht nur wegen seiner seit 2011 ausgeübten Lehrtätigkeit im Hauptfach Orgel an der Musikhochschule der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster oder seiner Zusammenarbeit mit etlichen Spezial-Ensembles für Alte Musik. Er wirkte auch an zahlreichen CD-Produktionen mit und verfolgt eine intenstive Konzert-Tätigkeit im In- und Ausland.

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