Mozarts Requiem, das aus einem Fragment entstand

Großes Konzert in der Pauluskirche

Mozart, der im Sommer 1791 den Auftrag zur Komposition dieses Werkes erhielt, verschob den Beginn der Arbeit, um zunächst seine Oper „Die Zauberflöte“ fertigzustellen.

Kamen

von Carsten Janecke

, 10.10.2018, 13:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mozarts Requiem, das aus einem Fragment entstand

Die Aufnahme eines Porträts in Öl des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791), das im Jahre 1819 gemalt wurde. 1761 schreibt er als Fünfjähriger seine ersten Kompositionen, zwei Jahre später startet er eine dreieinhalbjährige Europa-Tournee. Sein Requiem ist am Samstag, 10. November, in der Pauluskirche zu hören. © dpa

Mozarts Requiem d-moll KV 626 gibt es am Samstag, 10. November, 19.30 Uhr, in der Pauluskirche zu hören. Es musizieren Kantorei und Kammerchor der Gemeinde zusammen mit Solisten und der Neuen Philharmonie Westfalen. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Mozart, der im Sommer 1791 den Auftrag zur Komposition dieses Werkes erhielt, verschob den Beginn der Arbeit, um zunächst das Klarinettenkonzert und seine Oper „Die Zauberflöte“ fertig zu stellen. „Als er selbst dann am 5. Dezember 1791 starb, hinterließ er ein Fragment, von dem nur der Introitus komplett ausgearbeitet war und die anderen Teile nur in Skizzen vorlagen“, erläutert Kantorin Kirsten Schweimler-Kreienbrink.

Mozarts Witwe gab schließlich seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr den Auftrag, das Werk fertig zu instrumentieren und die fehlenden Teile zu komponieren. Schweimler-Kreienbrink: „Auch wenn Süßmayrs Ergänzungen nicht immer unbedingt Mozarts Qualität erreichen, ist es doch sein Verdienst, aus dem Torso des Requiems ein weitgehend vollständiges Werk gestaltet zu haben, das in dieser Fassung eine ergreifende Wirkung hat und sicherlich zu den großen Werken geistlicher Chorliteratur zählt.“ Der Kartenvorverkauf für dieses Konzert hat bereits begonnen: Karten zum Preis von 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, sind erhältlich bei der Mayerschen Buchhandlung, im Gemeindebüro und bei Chormitgliedern. Eine Vorbestellung ist auch bei Kantorin Schweimler-Kreienbrink möglich, Tel. (05401) 8329720.

Kammermusik

Am Ewigkeitssonntag, dem 25. November, 17.30 Uhr, erklingt in der Pauluskirche zudem Kammermusik für Oboe, Violinen und Orgel. Auf dem Programm stehen Triosonaten von Corelli und Händel, Musik für Oboe und Orgel von Joseph Rheinberger; Texte zum Thema „Tod und Ewigkeit“ runden das Programm ab. Es musizieren Anne Sabine Volk (Oboe), Fenja Rasche, Alexander Muthmann (Violinen) und Kirsten Schweimler-Kreienbrink (Orgel).

Der Eintritt ist frei, es gibt eine Kollekte am Ausgang, wie die Gemeinde informiert.

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