Motorroller erst nicht gekauft und dann gestohlen – Mann muss Geldstrafe zahlen

dzDieb verurteilt

Mit einem anderen Mann teilte sich ein Kamener (54) eine Garage. Was der 54-Jährige nicht ahnte: Der Mitnutzer brachte ihm nicht nur ein kleines Zubrot, sondern auch Ärger mit der Polizei.

von Jana Peuckert

Kamen

, 19.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Der 54-Jährige fand sich am Mittwoch im hiesigen Amtsgericht wieder. Diebstahl lautete der Vorwurf. Vor einem Haus am Nordring soll der Angeklagte einen Roller entwendet und ihn in seiner Garage versteckt haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft, weil er das Gefährt für sich behalten wollte.

Das wollte der Angeklagte allerdings nicht so recht zugeben. Er gab an, das Zweirad habe plötzlich ungesichert vor seiner Garage gestanden. Er habe es untergestellt, um dann in Ruhe nach dessen Eigentümer zu suchen. Er habe kein Interesse am Roller gehabt, so der 54-Jährige.

Aus der Akte ergab sich allerdings, dass ein Anwohner des Nordrings ausgesagt hatte, der Angeklagte sei bei ihm gewesen, um sich kaufinteressiert nach dem Zweirad zu erkundigen. Von dem Mann erfuhr der Angeklagte, dass der Eigentümer des Rollers ausgezogen war.

Der Eigentümer des Fahrzeugs war zum Gerichtstermin am Mittwoch als Zeuge geladen worden, erschien aber nicht. Der Richter verlas daraufhin dessen Angaben aus einer früheren Vernehmung. Danach hatte sich der Roller die ganze Zeit über am Nordring und nicht vor der Garage des Angeklagten befunden. Der Eigentümer habe Nachforschungen angestellt und sei auf den Mitbenutzer der Garage gestoßen. Der habe sich erinnert, einen entsprechenden Roller gesehen zu haben.

Also öffnete er vor den Augen des Geschädigten das Garagentor. Und siehe da: Das gesuchte Objekt stand tatsächlich dort. Umgehend alarmierte der Eigentümer daraufhin die Polizei. Den Beamten gegenüber gab der Mitbenutzer der Garage an, dass der Angeklagte den Diebstahl zugegeben habe.

Bislang hatte sich der 54-Jährige strafrechtlich nichts zu Schulden kommen lassen. Nun kassierte er schließlich sein erstes Urteil: 400 Euro Geldstrafe für den Diebstahl des Rollers. Für den Hartz-IV-Empfänger mit Minijob viel Geld.

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