Die Konzertaula ist beliebt wie lange nicht. Bereits 4100 Einzelkarten wurden zusätzlich zu den Abos verkauft. Das war nicht immer so. 2011 hatte die Nachfrage einen Tiefpunkt erreicht.

Kamen

, 10.10.2018, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei ausverkaufte Veranstaltungen kurz nach dem Verkaufsstart und 4100 Einzelkarten, die zusätzlich zu den Abonnements abgesetzt wurden: Die Konzertaula ist stark nachgefragt bei den Kulturfreunden. „Verglichen mit den ersten Verkaufstagen, ist es jetzt natürlich etwas ruhiger geworden. Aber es vergeht kaum ein Tag, an dem uns nicht neue Kartenwünsche erreichen“, berichtet Jörg Höning, der im Fachbereich Kultur die Theaterreihen betreut. An dem ersten Verkaufstag hatte sich wieder eine lange Schlange vor den Kulturbüros gebildet, die einmal quer durch den Eingangsbereich des Rathauses reichte.

Mit Erol Sander, Jutta Speidel und Heiner Lauterbach unter einem Dach

Ausverkauft: „Sommerabend“ am 12. Oktober mit Jutta Speidel. © NDR/ARD Degeto/Hardy Spitz

Stelter, Speidel, Sander

Wie es sich bereits beim Verkaufsstart an dem Montag, 3. September, abgezeichnet hatte, waren die Eintrittskarten für drei Aufführungen binnen kürzester Zeit vergriffen: Für den Lokalmatadoren Bernd Stelter („Wer Lieder singt, braucht keinen Therapeuten“), der wie berichtet bereits Ende September zu Gast war. Dazu der „Sommerabend“ mit einem bekannten Schauspieler-Quartett, bestehend aus Jutta Speidel, Carin C. Tietze, Daniel Friedrich und Ralf Komorr, am 12. Oktober. Ausverkauft ist mittlerweile ebenso der „Fall für Miss Marple“ am 3. November, bei dem Erol Sander den Chefinspektor Craddock spielt, an seiner Seite Veronika Faber, die die eigenwillige Amateurdetektivin spielt. Für alle drei Veranstaltungen sind jeweils 670 Karten abgesetzt worden.

Einbruch im Jahr 2011

Die Nachfrage nach Karten in der Konzertaula ist nicht immer so groß gewesen. Im Jahr 2011 hatte das Kulturamt SOS gefunkt: Vor allem die Theaterreihe „Großes Abonnement“ hatte einen Besuchereinbruch erlitten. Die Auslastung sank von 66,3 auf 57,7 Prozent. Dass die Konzertaula ausverkauft ist, erlebten Kamens Theatermacher nur alle Jubeljahre. Um gegenzusteuern, hatte die Stadt Kamen Zuschauer befragt und die Zusammensetzung des Spielplans geändert. Die Abfrage der Stadtverwaltung ergab, dass zahlreiche Besucher aus Altersgründen das Abonnement beendeten. Einige waren mit dem Angebot nicht zufrieden.

Sechs Jahre später liegt die Auslastung der großen Abo-Reihe bei 85 Prozent, die Reihe „Krimis und Komödien“ sogar bei 95 Prozent. „Wir haben insofern reagiert, dass wir stärker auf die Wünsche der Besucher eingegangen sind“, erklärt sich Höning die Trendwende, die im Jahr 2015 durch eine weitere Befragung untermauert wurde. „Mehr Musik, mehr familienorientierte Angebote, mehr Termine zum Wochenende“, bringt er es auf eine Kurzformel. „Es spielen aber noch viele andere Faktoren hinein“, ergänzt er.

Auch weitere Veranstaltungen steuern zurzeit auf das für Kulturtreibende magische Wort „Ausverkauft“ zu. Darunter das Stück „Als ob es regnen würde“ mit Herbert Herrmann und Nora von Collande, das erst am 16. Februar gespielt wird. 582 Karten sind dafür abgesetzt worden.

Beatles stark nachgefragt

Deutlich darüber liegt zurzeit das Beatles-Musical „Please Mr. Postman“, das am 26. Oktober ein mitreißendes Konzerterlebnis, wie es in der Ankündigung heißt, verspricht. 640 Karten sind bereits verkauft worden. Dort ist das Kartenkontingent mit 700 etwas größer als bei Theaterveranstaltungen mit 670 Plätzen. „Die unterschiedliche Platzzahl ergibt sich durch die Art und Weise, wie das Bühnenbild gestellt wird“, illustriert Höning. „Es zählt nicht nur die Anzahl der verkauften Karten, sondern auch, dass die Zuschauer eine gute Sicht auf die Bühne haben. Es geht ja vor allem darum, dass sie am Ende zufrieden sind.“ Wenn es das Bühnenbild hergebe, versuche er dennoch, bei stark nachgefragten Veranstaltungen weitere Plätze freizugeben. Das hänge letztlich von den Bühnenanweisungen der Schauspielensembles ab, Details, die oft erst kurzfristig vor den Spielterminen vorlägen.

Noch kein Online-Verkauf

Der geplante Online-Ticketverkauf ist im Übrigen immer noch nicht nutzbar. Die beauftragte Software-Firma hatte es zum Auftakt des Kartenvorverkaufs nicht geschafft, die Plattform bereitszustellen. Auf der Internetseite der Stadtverwaltung gibt es bereits einen Reiter, der zum Online-Verkauf führen soll, aber noch nicht aktiviert ist.

Eintrittskarten für die Veranstaltungen in den drei Preiskategorien (15/17/19 Euro) sind im Kulturbüro im Rathaus, Zimmer 24, unter Tel. (0 23 07) 1483511 - 13 reservierbar.
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