Mit den Bauleuten aus der Sendung mit der Maus: Baustart an der Bahnstrecke Dortmund-Hamm

dzFür Südkamener Spange

Die Baufirma, die mit dem Bau der Südkamener Spange beginnt, hat sogar Fernseherfahrung. Für die „Sendung mit der Maus“ zeigte sie, wie es auf einer Baustelle zugeht. Jetzt legt sie in Südkamen los.

Kamen

, 19.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Baufahrzeuge rollen, die Motoren laufen: Der Baustart für die Südkamener Spange, umstrittenes Dauerprojekt vergangener Jahrzehnte, ist erfolgt. Dabei geht es noch nicht um den eigentlichen Bau der Verkehrsachse, die Dortmunder Allee und Westicker Straße einmal verbinden soll. Sondern zunächst um das Brückenbauwerk, das unter die Schienen der Bahnstrecke Dortmund-Hamm geschoben wird, damit dort der automobile Verkehr barrierefrei durchrollen kann. „Zurzeit wird die Baustelle eingerichtet“, berichtet am Montag Jürgen Busch, Sachgebietsleiter Tiefbau beim Kreis Unna. Das Bauprojekt ist erstmals in den 80er-Jahren geplant worden und war auf viele Stoppsignale gestoßen, um es im Jargon der Bahnfahrer zu sagen – darunter Planungspannen und juristische Auseinandersetzungen.

Baustraßen führen von beiden Seiten der Schienen zum Baufeld der Südkamener Spange.

Baustraßen führen von beiden Seiten der Schienen zum Baufeld der Südkamener Spange. Auch Versorgungsleitungen für Strom und Wasser müssen gelegt werden. © Stefan Milk

KAF Falkenhahn „Bahnbauer mit Leib und Seele“

Die Bauunternehmung, die von der Deutschen Bahn beauftragt wurde, ist die KAF Falkenhahn aus Kreuztal. Sie bezeichnet sich als Bahnbauer mit Leib und Seele. Jüngst waren deren Mitarbeiter Hauptdarsteller in der „Sendung mit der Maus“. Dort zeigten sie, wie es auf einer Bahn-Baustelle in Rösrath zuging. Die Falkenhahn Unternehmensgruppe hat ihre Ursprünge im Jahr 1919, als Firmengründer Karl August Falkenhahn in Kreuztal eine Baufirma gründete, wie es auf der Homepage der Firma heißt. Mittlerweile besteht die Firma aus der Stadt im Mittelgebirge des nördlichen Siegerlandes in vierter Generation.

Genaue Absprachen sind nötig, damit eine Baustelle in der Nähe der Schienen reibungslos ablaufen kann. Die Arbeiter der Kreuztaler Firma Falkenhahn sind Spezialisten, was Bauarbeiten an Bahnlinien betrifft.

Genaue Absprachen sind nötig, damit eine Baustelle in der Nähe der Schienen reibungslos ablaufen kann. Die Arbeiter der Kreuztaler Firma Falkenhahn sind Spezialisten, was Bauarbeiten an Bahnlinien betrifft. © Stefan Milk

Baustraßen errichtet, Versorgungsleitungen gelegt

Die Arbeiter der Firma bereiten den Bereich in Höhe der Südkamener Straße nun so vor, dass sie das Trogbauwerk, das später unter die Schienen geschoben wird, neben den Schienen herstellen können.

„Jetzt werden die Baustraßen errichtet, Plätze befestigt, auf denen Materialien gelagert und Container gestellt werden können“, erläutert Busch. Zudem müssen Versorgungsleitungen gelegt werden für Strom und Wasser. Die Baufahrzeuge sollen die Möglichkeit haben, von beiden Seiten der Bahnstrecke – sowohl vom Buschweg aus als auch von der Westicker Straße – die Baustelle zu erreichen.

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Mit Bohrpfählen, die vier Meter in die Tiefe reichen

Die Arbeiten sind anspruchsvoll: Das Trogbauwerk, das den Verkehr unter den Schienen herführt, muss mit Bohrpfählen, die bis in vier Meter Tiefe reichen, verankert werden. Im Sommer 2023, etwa 41 Jahre nach der ersten Planung, sollen die ersten Fahrzeuge über die neue Verkehrsachse im Kamener Süden rollen: Der schienengleiche Bahnübergang an der Südkamener Straße soll dann Geschichte sein.

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