Der gefäMit dem Rollator auf der Straße unterwegs: Der gefährliche Überweg vor dem Heerener Edekahrliche Überweg zwischen Edeka und Gesundheitshaus beschäftigt die Behörden. Bürger weisen wiederholt auf Gefahren für Senioren hin, die den kurzen Weg zum Lebensmittelmarkt nehmen.

Heeren-Werve

, 08.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der gefährliche Überweg in Höhe des neuen Gesundheitshauses und des gegenüber liegenden Edekas an der Westfälischen Straße 44a soll entschärft werden.

Die Stadtverwaltung bestätigte, dass zurzeit an einer entsprechenden Lösung gearbeitet werde. „Es steht aber noch nicht fest, wie das geschehen soll“, berichtete jetzt Stadtsprecher Rüdiger Büscher auf Anfrage der Redaktion. Einen entsprechenden Hinweis auf die unzulängliche Querungssituation gaben Heeren-Werver beim sogenannten „Bürgerdialog“ im Lutherzentrum. „Es gehen dort ganz viele Senioren mit ihrem Rollator über die Straße“, berichtete Maria Volkermann von den Landfrauen Heeren. Sie empfahl, ein entsprechendes Schild aufzustellen. „Ein Schild ‚Vorsicht Senioren‘. Solche Schilder gibt es“, sagte sie.

Bei der Veranstaltung, bei der Geld aus einem neuen Fördertopf verteilt wurde, sprachen die Bürger derlei konkrete Probleme aus dem Ortsteil an. „Wir werden eine Lösung finden“, signalisierte der Beigeordnete Dr. Uwe Liedtke.

Mit dem Rollator auf der Straße unterwegs: Der gefährliche Überweg vor dem Heerener Edeka

Auf dem Pflanzbeet ist schon ein Trampelpfad entstanden. Statt der Querungshilfe etwa 30 Meter entfernt nutzen die Passanten die Abkürzung. © Janecke

An der Stelle weder Fußgängerampel noch Zebrastreifen

Der Überweg zwischen Edeka und Gesundheitshaus ist streng genommen gar kein Überweg. Er wird nur als solcher genutzt.

Es sind vor allem Senioren der Residenz Heeren und der benachbarten altersgerechten Wohnungen, die an der Stelle die Straße passieren, obwohl es dort weder Fußgängerampel noch Zebrastreifen gibt. Beobachter berichten, dass es immer wieder zu heiklen Situationen kommt, wenn sich Autofahrer nähern.

Auf dem Grünstreifen am Edeka-Bürgersteig hat sich ein Trampelpfad gebildet, der zeigt, wo die Straße häufig überquert wird.

Die Bewohner der Seniorenanlage des Bauvereins zu Lünen suchen auf der Strecke den kürzesten Weg zum Lebensmittelgeschäft.

Eine einfache und schnelle Lösung ist wohl nicht in Sicht

Das Problem ist schon länger bekannt. Bei einem Ortstermin im August hatten Vertreter der Stadt und des Bauvereins zu Lünen den Straßenabschnitt in Augenschein genommen.

Eine einfache und schnelle Lösung, hieß es zu dem Zeitpunkt, sei dabei aber nicht in Sicht. Geprüft werde zudem, ob man den Betreiber des Lebensmittelmarkts ins Boot holen könne. Eine Fußgängerampel sei nicht geplant.

Einerseits, weil es in der Nähe schon eine Querungshilfe gibt, andererseits, weil die verkehrsrechtlichen Auflagen recht hoch sind. Das gelte, so hieß es, schon für die Aufbringung eines Zebrastreifens: Etwa 50 bis 100 Fußgängerquerungen pro Stunde sind dafür erforderlich und zusätzlich 200 bis 300 Fahrzeuge, ebenso stündlich.

Vielbebachtetes Seniorenprojekt auf dem Festplatz

Die Wohnungsbaugenossenschaft aus Lünen hat auf dem ehemaligen Festplatz bekanntlich ein vielbeachtetes Seniorenwohnprojekt mit einer Pflegestation des Pflegedienstleisters „Laureos“ und 60 altersgerechten Wohnungen verwirklicht. Zudem eröffnete dort voriges Jahr das Gesundheitshaus mit Ärztinnen, Gesundheitsdienstleistern und der Barbara-Apotheke.

Der neue Weg, der das Gelände zur Westfälischen Straße erschließt, endet direkt gegenüber dem Supermarkt. Die nächste Querungshilfe liegt etwa 30 Meter entfernt, wenn man den Bürgersteig rechts hinunter läuft. Danach erreicht man den Edeka-Parkplatz, der älteren Menschen auch nicht unbedingt als sicheres Terrain erscheint.

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Mit dem Rollator über die Straße

Deswegen wählen zahlreiche Senioren den kürzeren und kraftsparenden Weg direkt über die Straße.

Doch der ist gefährlich, weil er für Autofahrer nicht als Überweg gekennzeichnet ist. Wer dort für kurze Zeit verweilt, sieht immer wieder Senioren, die mit ihren Rollatoren die Straße kreuzen, dann aber feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, die Gehhilfe über die Bordsteinkante auf der anderen Straßenseite zu heben.

Dann laufen die Senioren mit dem Verkehr so lange auf der Fahrbahn, bis sie die Auffahrt für die Autos erreicht haben.

Vielleicht hilft doch ein Schild nach dem britischen Vorbild „Elderly People“ - ein Schild, wie es in Großbritannien an Standorten mit Senioreneinrichtungen gebräuchlich ist.

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