Messerstecherei im Sesekepark: Jugendliche erleiden Stichwunden

Streit im Sesekepark eskaliert

Drei Verletzte nach einem Streit. Polizei und Lebensretter stoßen auf eine unübersichtliche Situation. Während die Opfer versorgt werden, versucht die Polizei den Vorfall zu rekonstruieren.

Kamen

, 30.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Messerstecherei im Sesekepark: Jugendliche erleiden Stichwunden

Der Einsatz im Sesekepark mit zahlreichen Kräften von Polizei und Rettungsdienst. © Privat

Erneute Auseinandersetzung mit Stichwaffen, nachdem es am Sonntag bereits bei einem Autotreffen auf dem Fürstenhof in Bergkamen-Rünthe zu einem ähnlichen Vorfall, ebenso nach einem Streit, gekommen war. Bei den Handgreiflichkeiten am Dienstag kurz vor 19 Uhr wurden drei Jugendliche bzw. junge Männer teilweise mit Stichwunden verletzt, darunter auch am Kopf. Tatort war der Sesekepark in Höhe der neuen Vinckebrücke. Die Polizei sperrte den Bereich mit Flatterband ab, darunter die Vinckebrücke. Über den Tathergang lagen kurz nach der Tat noch keine Informationen vor. Polizei und Rettungskräfte fanden eine unübersichtliche Situation vor, in der die Verletzten direkt an dem südlichen Zugang der Vinckebrücke lagen bzw. saßen.

Messerstecherei im Sesekepark: Jugendliche erleiden Stichwunden

Auf dem Zugang zur Vinckebrücke parkten Polizeiwagen und Rettungswagen dicht an dicht. © Neumann

Erstversorgung läuft sofort an

Die Rettungskräfte wurden sofort aktiv und leiteten die Erstversorgung ein, bevor die jungen Leute mit dem Rettungswagen in Krankenhäuser transportiert wurden. Bis zum späten Abend waren Beamte der Kriminalpolizei damit beschäftigt, Zeugen zu befragen, die womöglich Beobachtungen gemacht haben. Zudem suchten sie den Bereich weiträumig ab, um Spuren zu sichern, die möglicherweise Beweiskraft haben könnten. Beobachter gingen davon aus, dass der Streit mit Messern oder anderweitigen Stichwaffen ausgetragen wurde. Die Polizei bestätigte das nicht. Weitere Auskünfte, so hieß es, sollen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, wenn die Ergebnisse der Befragung zusammengetragen worden seien. Die Beamten setzten die Befragung auch in den Krankenhäusern fort.

Jetzt lesen

Ähnlicher Vorfall erst vor zwei Tagen

Bei der mutmaßlichen Messerstecherei bei der Autoschau auf der Oldtimerremise des Fürstenhofs in Rünthe hatte sich erst vor zwei Tagen ein ähnlicher Vorfall ereignet. Dabei handelte es sich um eine Auseinandersetzung zwischen zwei Osnabrückern. Ein Mann war hinter einem Zaun, über den er gefallen war, blutend auf dem Boden gefunden worden. Polizei und Rettungsdienst wurden daraufhin schnell alarmiert. Gegen 14.15 Uhr war es zunächst zu einer verbalen Streitigkeit zwischen einem 38-Jährigen und einem 27-jährigen Teilnehmer der Autoschau gekommen. Die beiden, die aus der Friedensstadt Osnabrück stammen, verhielten sich daraufhin nicht mehr friedlich.

Messerstecherei im Sesekepark: Jugendliche erleiden Stichwunden

Die Ermittlungen der Polizei liefen weiter, auch nachdem die Opfer abtransportiert waren. © Neumann

In Rünthe: Mit einem spitzen Gegenstand in den Rücken

Der 38-Jährige stach dem 27-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand in den Rücken. Ob es sich um ein Messer gehandelt habe oder einen Schlüssel, wie am Rande der Veranstaltung zu hören war, ist bisher nicht bekannt. Das Opfer des Angriffs wurde nach der Erstversorgung durch einen Notarzt verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Verletzung war offenbar nicht allzu schwer, weil der Mann die Klinik nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte. Der ältere der beiden Streithähne, der zugestochen haben soll, war an dem Sonntag vorläufig festgenommen worden. Nach der Vernehmung wurde er wieder aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Polizei veröffentlicht Einsatzzahlen

Nach Messerstecherei: Sesekepark keine Kriminalitäts-Hochburg

Hellweger Anzeiger Nordring: Kuriose Unfallflucht ohne Wagen

Frontalunfall - ohne demoliertes Auto die Flucht angetreten

Hellweger Anzeiger Nach Polizei- und Zollkontrolle

Jetzt spricht der Wirt der Shisha-Bar: „Mit kriminellen Clans habe ich nichts zu tun“

Meistgelesen