Mehrweg statt Einweg: Der nächste Schritt

dzZweites Treffen des Aktionsbündnisses

Erst das zweite Treffen, aber schon konkrete Aktionen vor Augen: Das Aktionsbündnis gegen Plastikmüll kommt am Mittwoch im Freizeitzentrum auf der Lüner Höhe zusammen, um Pläne zu schmieden.

Kamen

, 05.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Erstes Treffen für das Aktionsbündnis gegen Plastikmüll nach der Gründung vor einem Monat. Umweltberaterin Jutta Eickelpasch lädt Gründungsmitglieder sowohl neue Interessenten am Mittwoch, 5. Juni, ins Freizeitzentrum auf der Lüner Höhe ein. Beginn im neuen Café im Anbau an der Ludwig-Schröder-Straße ist um 17 Uhr.

Das Aktionsbündnis hat sich der Aufgabe verschrieben, für Mehrweg zu werben, um die Zahl der Einwegverpackungen, Plastiktüten und Plastikflaschen zu verringern. Geplant für die aktuelle Sitzung ist eine Auswertung eines ersten Praxistests: Bei dem ersten Treffen waren Stoffbeutel für den Kauf von Obst und Gemüse verteilt worden, die die transparenten Plastiktüten an der Obst- und Gemüsetheke ersetzen sollen. „Die ersten Eindrücke haben mich schon erreicht, davon auch negative“, berichtet Eickelpasch. Offenbar ist es gar nicht so einfach, Kartoffeln, Zwiebeln oder Äpfel auch ohne Plastiktüte abwiegen zu lassen. Dabei ist das Eigengewicht des Beutels, 42 Gramm, aufgedruckt.

Verbesserungen in vielen kleinen Schritten

Etwa 15 Interessierte waren vor einem Monat bei dem Gründungstreffen in der Verbraucherzentrale an der Kirchstraße dabei, weil sie mehr zu tun wollen, um unnötige Plastiktüten und Einwegverpackungen zu vermeiden. „Es geht nicht darum, gar keinen Müll mehr zu haben. Das Ziel ist zu weit weg. Aber es geht um Verbesserungen in vielen kleinen Schritten“, so sagte Umweltberaterin Jutta Eickelpasch bei der Gründung.

Bei dem Treffen am Mittwoch könnten schon die ersten Aktionen geplant werden, die dann wohl in der Fußgängerzone stattfinden werden. „Es bringt ja nichts, sich nur in dieser Runde zu treffen. Wir wollen auch konkret nach außen etwas tun“, so fasst Eickelpasch, eine von 20 Umweltberaterinnen in Nordrhein-Westfalen, die Rückmeldungen seit dem ersten Treffen zusammen. So könnte man an einem Infostand für Mehrwegprodukte werben.

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Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace verkommen die Weltmeere immer mehr zum Plastikendlager: Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle, so die Naturschützer, gelangten jedes Jahr von Land aus ins Meer. Dort haben sich nach Greenpeace-Schätzungen schon 150 Millionen Tonnen angesammelt – sehr wahrscheinlich noch wesentlich mehr. Und auch Deutschland, so heißt es, trage einen Teil zur Verschmutzung bei: Ein Viertel des europäischen Plastikverbrauchs gehe allein auf das Konto der Deutschen.

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