Mal eben halten und dann weiterradeln? Das geht in Kamen immer besser

dzNahmobilität

Der Vorteil eines Fahrrades ist, dass man bis vor die Haustür oder bis vor das Geschäft fahren kann. Damit man aber auch schnell einen Parkplatz findet, rüstet Kamen auf.

Kamen

, 22.03.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach und nach tauchen immer mehr Möglichkeiten in Kamen auf, sein Fahrrad zu parken. Teilweise werden auch Parkplätze für Autos in Fahrradparkplätze verwandelt. Die Stadt wird fahrradfreundlicher, vor allem das Fahrradparkhaus am Willy-Brandt-Platz war ein großer Bestandteil des sogenannten Fahrradabstellanlagen-Konzepts.

In der Kamener Innenstadt werden derzeit neue Fahrradbügel aufgestellt. Sie sind Bestandteil des Fahrradabstellanlagenkonzepts der Stadt Kamen.

In der Kamener Innenstadt werden derzeit neue Fahrradbügel aufgestellt. Sie sind Bestandteil des Fahrradabstellanlagenkonzepts der Stadt Kamen. © Marcel Drawe

Doch auch wenn dort viele Zweiräder unterkommen, ist es damit noch nicht getan. Denn die 300 neuen Stellplätze, die in dem Konzept für die Innenstadt vorgesehen sind, sollen sich nicht auf eine Stelle konzentrieren, wie der Fahrradbeauftragte Matthias Breuer erklärt. „Überall sollen vereinzelt Bügel stehen“, erklärt er. Damit der Kamener sein Rad überall dort, wo er gerade etwas erledigen muss, parken kann.

Fahrradbügel dort, wo man schnell halten möchte

Wer in den vergangenen Wochen in der Innenstadt unterwegs war, dem wird es wahrscheinlich schon aufgefallen sein. Dort gibt es wieder einige Mini-Baustellen, auf denen neue Fahrradbügel aufgestellt werden – bzw. müssen vorher Löcher in der Erde entstehen, in die die Fahrradständer eingesetzt werden.

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Neue Fahrradbügel entstehen derzeit unter anderem an der Kampstraße, der Adenauerstraße und auch vor der Musikschule. Dass manch ein Kamener vielleicht gar nicht mitbekommt, dass neue Fahrradständer hinzugekommen sind, könnte daran liegen, dass sie sehr unauffällig sind – wohlgemerkt so beabsichtigt. „Sie fügen sich in das Gesamtkonzept ein“, sagt Breuer. Für die Kampstraße ist darüber hinaus noch ein überdachter Fahrradparkplatz geplant – „für Langzeitparker“, wie Breuer erklärt. Die Überdachung wird wohl Mitte April gebaut.

Die Fahrradbügel sind unauffällig und fügen sich ins Stadtbild ein. Vor allem sind sie aber praktisch.

Die Fahrradbügel sind unauffällig und fügen sich ins Stadtbild ein. Vor allem sind sie aber praktisch. © Marcel Drawe

Nach der Innenstadt sind die anderen Stadtteile an der Reihe

Die Innenstadt wird mit den 300 zusätzlichen Plätzen schon recht gut mit Fahrradabstellmöglichkeiten ausgestattet sein. Die Arbeiten sind dort fast abgeschlossen. Doch Breuer und sein Team bemühen sich auch dann noch weiter darum, die Nahmobilität in Kamen zu fördern. Nach Mitte werden die anderen Stadtteile ins Auge gefasst.

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In Heeren-Werve, wo derzeit die Neue Mitte entsteht, sind ohnehin schon reichlich Fahrradbügel eingeplant. Das ist auch sinnvoll, denn schließlich wird der Straßenabschnitt, an dem das neue Zentrum entsteht, zu einer Fahrradstraße.

Und da dort die Parksituation derzeit nicht so einfach ist, tut es dem Dorfkern sicherlich gut, wenn ein paar Menschen aufs Rad umsteigen und platzsparend ihre Untersätze direkt vor dem Geschäft abstellen können. Das ist praktisch und vielleicht ist man mit dem Rad sogar schneller am Ziel.

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