Masken sind da, aber offene Fragen rund um Einschulung und Schwimmunterricht

dzVor dem Schulstart

Die Vorgaben der Schulministerin zum Schulstart lassen aus Kamener Sicht noch einzelne Fragen offen. Einige Schulleiter wollen nicht auf Schwimmunterricht verzichten. Derweil ist eine Maskenlieferung angekommen.

Kamen

, 07.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kamen hat rechtzeitig zum Schulstart eine Lieferung von Schutzmasken und Gesichtsvisieren aus Beständen des Landes NRW erhalten. Das Land hat der Stadt Kamen 1.750 Masken und 300 Gesichtsvisiere zukommen lassen. Das erklärte Stadtsprecher Peter Büttner auf Anfrage.

Eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände galt schon vor den Sommerferien, nun kommt für weiterführende Schulen die Maskenpflicht im Unterricht hinzu. Entsprechend brauchen die Schulen eine Art Reserve für den Bedarfsfall, zum Beispiel wenn ein Schüler trotz seiner Pflicht, selbst für einen Mund-Nasen-Schutz zu sorgen, ohne Maske erscheint.

Die Masken und Visiere sollen in diesen Tagen an die Schulen ausgeliefert werden und sollen den Bestand aufstocken. Visiere erfüllen die Maskenpflicht allerdings laut Schulministerium nur im Ausnahmefall. Der Infektionsschutz durch ein Visier – etwa aus Plexiglas – sei nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts nicht genauso sicher wie eine eng am Gesicht anliegende Mund-Nase-Bedeckung. Die Visiere sollen bei Personen zum Einsatz kommen, denen das dauerhafte Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist.

Jetzt lesen

Verzicht auf Schwimmunterricht in der Kritik

Bürgermeisterin und Schuldezernentin Elke Kappen (SPD) hält das von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vorgegebene Konzept zur „Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten“ für grundsätzlich umsetzbar, sieht aber besonders in einem Punkt noch Abstimmungsbedarf. So empfiehlt das Land, den Sportunterricht bis zu den Herbstferien im Freien stattfinden zu lassen und auf den Schwimmunterricht gegebenenfalls zu verzichten.

Einige Schulen sehen dies nach Auskunft des Rathauses als problematisch an, da das Schwimmenlernen ein elementarer Baustein des Sportunterrichts in der Grundschule sei. Die Bürgermeisterin habe die Schulen gebeten, ihren Bedarf der Schulverwaltung mitzuteilen, damit diese unter Berücksichtigung der Corona-Schutzverordnung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden können. Der Schwimmunterricht sei möglich, wenn gewisse Hygienestandards eingehalten werden. Falls notwendig, würde die Stadt hier das Gespräch mit den Gemeinschaftsstadtwerken als Betreiber der Bäder suchen.

Abstand, Hygiene, Alltagsmasken – dieser Dreiklang ist wichtig für den Infektionsschutz. Die Reinigung der Schulen unter den Erfordernissen der Pandemie ist nach Angaben der Stadtverwaltung durch entsprechendes Personal und Material sichergestellt.

Hygienekonzept für Einschulungsfeiern

Der Schulstart war das zentrale Thema bei einer Besprechung von Schulleitern mit der Stadtverwaltung am vorigen Dienstag sowie einem Abstimmungstermin zwischen Schulverwaltung und den städtischen Servicebetrieben. Darin ging es auch darum, ob durch Veranstaltungen wie Einschulungsfeiern weitere Besonderheiten zu beachten sind. Allerdings lagen der Stadt die entsprechenden Hygienekonzepte des Landes zum Schulstart zunächst noch nicht vor.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Hellmig-Krankenhaus Kamen
Fall Hellmig-Krankenhaus: Warum über das Gutachten noch nichts öffentlich wurde
Hellweger Anzeiger Bahnstrecke Dortmund-Hamm
Das i-Tüpfelchen für den Bahnhof Kamen: Neues 49 Meter langes Dach für den Mittelbahnsteig
Hellweger Anzeiger Gericht Kamen
Kinderwagen als Schmuggelfahrzeug: Paar startet Diebestour durch den Netto in Kamen
Hellweger Anzeiger Fotos von Wilfried Loos
Historischer Kalender – wer ein spezielles Geschenk sucht, sollte sich sputen
Meistgelesen