Mann schlägt seiner Ex-Freundin Zahn aus – vor den Augen seines jungen Kindes

dzKörperverletzung, Beleidigung, Hausfriedensbruch

Vor den Augen seines zweijährigen Kindes schlug ein 26-jähriger Kamener seine Ex. Der Streit endete nun vor Gericht. Für den Angeklagten gab es eine Haft- und Geldstrafe.

21.11.2018, 13:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Acht Monate Haft sitzt ein Mann aus Kamen gerade ab, weil er seiner Ex-Freundin einen Zahn ausgeschlagen hat. Am Mittwoch fand sich der 26-Jährige erneut im Amtsgericht Kamen wieder.

Auch dieses Mal musste er sich wegen Körperverletzung und zusätzlich wegen Hausfriedensbruchs, Beleidigung und eines Verstoßes gegen das Gewaltschutzgesetz zum Nachteil seiner Ex verantworten.

Laut Vorwurf hatte sich der Mann Anfang April in der Wohnung der Geschädigten in Kamen befunden, um das gemeinsame Kind zu besuchen. Er geriet mit seiner Ex in einen Streit. Zuerst wurde dieser nur mit Worten und Beleidigungen ausgetragen, dann wurde der Angeklagte handgreiflich. Er verdrehte der Frau das Ohr und schlug ihr derart heftig mit dem Handrücken auf die Nase, dass diese brach. Das zweijährige Kind musste diese brutale Szene zwischen seinen Eltern – mit blutender Nase – mitansehen.

Im Gericht gab der Kamener diese Vorwürfe zu. Der Schlag sei erfolgt, weil die Frau zuerst auf ihn eingeschlagen hatte. Das bestätigte die 27-Jährige im Zeugenstand.

Die Frau erwirkte kurz darauf gerichtlich, dass sich der Angeklagte ihr nicht weiter als 20 Meter nähern dürfte. Dagegen verstieß der Mann im Juli jedoch. Er kletterte einfach auf den Balkon seiner Ex und schlug gegen die Tür. Weil die Ex ihm den Zutritt verwehrte, bewarf er die Fensterscheiben mit Eiern.

Ein paar Tage später erschien er abermals bei der Frau, betrat über den Balkon deren Wohnung, obwohl er wusste, dass er sich der 27-Jährigen nicht nähern durfte. Es kam zu einem Streit und der Angeklagte betitelte die Frau als Hure und Schlampe.

Zwar konnte sich der Angeklagte im Gericht nicht mehr daran erinnern, was an welchem Tag passiert war, er stritt aber auch nichts ab. Wegen der Körperverletzung und einen Teil der Beleidigung verurteilte der Richter den Mann zu zehn Monaten Haft. Für den Rest gab es eine Geldstrafe von 1500 Euro. Der Vorsitzende erklärte die parallelen Strafen damit, dass der Angeklagte seit 2008 immer wieder wegen Körperverletzung, Raubes und Sachbeschädigung auffällig geworden war und jedes Mal Haftstrafen kassiert hatte.

Diese scheinen ihn aber nicht zu beeindrucken, weshalb es am Mittwoch die für den 26-Jährigen erste Geldstrafe gab.

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