Lichtblick auf der Dauerbaustelle – Arbeiten schreiten schnell voran

dzKanalbauarbeiten in Methler

Baulärm, Dreck, gesperrte Straßen: Die Kanalbauarbeiten in Kaiserau ziehen viele lästige Konsequenzen für die Anwohner nach sich. Doch nun gibt es vielleicht einen Hoffnungsschimmer.

Methler

, 14.11.2018, 13:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Leute beißen die Zähne zusammen, aber es geht“, so beschreibt der Ortsvorsteher Uli Klein die Lage in Methler, wo bereits seit vergangenem Jahr umfassende Kanalbauarbeiten durchgeführt werden. „Für die Anwohner ist das schon eine Belastung“, weiß der Ortsvorsteher, „aber es muss ja gemacht werden.“ Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer in Sachen Dauerbaustelle. „Beim Kanalbau sind wir weit voraus“, freut sich Bernd-Josef Neuhaus, der Leiter der Stadtentwässerung (SEK), der für die entsprechenden Bauarbeiten zuständig ist.

Die Anschlussleitungen, die im Bereich der Wacholderstraße und der Königstraße gelegt werden sollten, sind in der Erde, auch entsprechenden Kanalbauarbeiten im Bereich des Binsenweges konnten bereits fertiggestellt werden. „Das hatten wir eigentlich in einem Extraschritt vorgesehen“, sagt Neuhaus zufrieden. Was bei den derzeitigen Bauarbeiten noch anstehe, seien lediglich ein paar Hausanschlüsse und die Verlegung der Stromkabel, Letzteres ist eine Aufgabe, die die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) übernehmen.

Erst einmal keine Sperrungen

Für die Anwohner in Kaiserau bedeutet das, dass mit vollständigen Sperrungen als Folge der Kanal- und Straßenbauarbeiten erst einmal nicht zu rechnen ist. Im Zuge der Stromkabelverlegung kann es aber noch zu temporären Sperrungen durch die GSW kommen, „das sollte dann aber nur eine Sache von 15 Minuten sein“, erklärt Neuhaus. Eine eingeschränkte Befahrbarkeit wird es an manchen Stellen weiterhin geben. „Zum Beispiel in den Bereichen, wo wir gerade den Gehweg bauen“, sagt der SEK-Leiter. Einmündungen zu den entsprechenden Straßen könnten also weiterhin kurzfristig gesperrt werden, die Straßen selbst sollen aber befahrbar bleiben.

Für die gesamten Bauarbeiten könnte der schnelle Fortschritt ein früheres Ende bedeuten. Doch auf eine Vorhersage möchte sich Neuhaus nicht einlassen. „Das hängt sehr stark davon ab, ob wir einen milden oder einen harten Winter haben“, so der Verantwortliche der Kanalbauarbeiten. Die Witterung ist gerade bei Straßenbauarbeiten entscheidend. Das Ende der Kanal- und Straßenbauarbeiten ist bisher für Mitte des kommenden Jahres geplant.

Als nächster Schritt soll in der kommenden Woche der zweite Gehweg an der Wacholderstraße hergerichtet werden. Auf dem Binsenweg werden zudem punktuell Straßenbauarbeiten folgen. Zu Sperrungen kommt es voraussichtlich erst wieder im kommenden Jahr, wenn die Asphalttragschicht und die Bindeschicht aufgetragen werden. „Dafür müssen aber erst einmal die jetzigen vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen werden“, so Neuhaus.

Bei dem etwa 2,9 Mio. Euro teuren Projekt gehen Kanalbau und Wiederherstellung der Straße Hand in Hand. Die Bauarbeiten, die seit Ende Juli vergangenen Jahres laufen, starteten an der Jahnstraße. Der Durchmesser der Kanalrohre reicht von 30 bis 90 Zentimetern. Die Schachtbauwerke, von denen etwa ein Dutzend vorgesehen sind, werden zum Teil gemauert, sodass die Rohre passgenau angeschlossen werden können.

„Wir sind keine Zauberer“

Immer wieder gab es Anwohnerbeschwerden über die Dauerbaustelle. Zuletzt etwa von Bewohnern des Ginsterweges nördlich der Wacholderstraße. Dort beklagten sich Anwohner vor allem über die wechselnden Sperrungen der Einmündungen und Blockade der Straße durch Baugeräte – auch eine komplette Sperrung des Ericaweges, der einzigen Zugangsstraße zum Ginsterweg – kam nicht gut an. „Wir können bei Bauarbeiten keine Zauberer sein“, sagt der SEK-Leiter, der betont, wie umfassend die verschiedenen Kanal- und Straßenbauarbeiten sind. In den letzten Wochen seien aber keine Beschwerden an ihn herangetragen worden. Ortsvorsteher Uli Klein lobt zudem die Arbeiter vor Ort: „Die Bauarbeiter sind sehr freundlich und tun viel für die Leute – die reagieren sofort.“

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