Möglicherweise endet in drei Wochen die unsägliche Geschichte, die Radfahrer aus Kamen und Umgebung seit drei Jahren nervt: Der Klöcknerbahn-Radweg könnte endlich wieder frei gegeben werden.

von Werner Wiggermann

Kamen

, 01.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Klöcknerbahn-Radweg bleibt zwischen Heerener Straße und Bredde weiterhin gesperrt. Offiziell jedenfalls – auch wenn die meisten Radler die Sperrschilder schon lange ignorieren. Wer das nicht tut und sich auf die weiträumigen Umleitungen auf dem Weg zwischen Bergkamen und Unna einlässt, muss noch gut zwei Wochen auf die legale Durchfahrt-Möglichkeit warten. Insgesamt werden dann über drei Jahre verstrichen sein, in denen diese wichtige Trasse gesperrt gewesen ist. Eine Trasse, die immerhin einmal Teil des Signalprojekts Radschnellweg Ruhr, RS 1, werden soll.

Vorsicht Baggerarbeiten!

Empfehlenswert ist es übrigens gerade in den nächsten Tagen nicht, einfach durch den abgesperrten Streckenabschnitt in Höhe der neuen A1-Brücke zu radeln. Und das nicht nur wegen des theoretisch drohenden Bußgeldes von 30 Euro. Das betont Susanne Schlenga, Sprecherin von Straßen NRW, auf unsere Anfrage. Es soll nämlich tatsächlich wieder gearbeitet werden an der Strecke.

Unfallgefahr durch Schachtdeckel

Insgesamt drei Probleme sind noch zu bearbeiten. Zum einen ist die Oberfläche des Weges nach dem Brückenbau nicht gut genug wieder instandgesetzt, wie die Stadt Kamen beim letzten Besichtigungstermin beanstandete. Noch schwerer aber wiegt wohl der Zustand mindestens einer der neu angelegten Böschungen an der Autobahn, den Straßen NRW gegenüber der ausführenden Baufirma bemängelte.

Klöcknerbahn-Radweg

Auch an den Böschungen muss nachgebessert werden.

„Da muss nochmal ein Bagger kommen“, betont Susanne Schlenga – und zumindest während der Arbeiten an der Böschung sollte sich dann wirklich kein Radfahrer oder Fußgänger in unmittelbarer Nähe aufhalten. Fast schon eine Kleinigkeit scheint dagegen der dritte Punkt der Nachbesserungsarbeiten zu sein: Mindestens ein Schachtdeckel eines Entwässerungsschachtes liegt zu tief im Weg, stellt daher eine Unfallgefahr dar und muss nun um einige Zentimeter gehoben werden.

Klöcknerbahn-Radweg

Der Kanaldeckel sitzt zu tief und stellt ein Unfallrisiko dar.

Alle Arbeiten sollten und könnten in der 24. Kalenderwoche (ab 8. Juni) ausgeführt und auch abgeschlossen werden – davon geht Straßen NRW zurzeit jedenfalls aus. „Wir wollen jedenfalls versuchen, Druck zu machen“, verspricht Susanne Schlenga. Dass dann aber auch tatsächlich rechtzeitig ein Bagger samt Fahrer für diese nicht vorgesehenen Nachbesserungen rechtzeitig zur Verfügung steht, könne natürlich nicht garantiert werden.

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