Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Letzte Generalprobe für den neuen Heerener Ortskern

dzBürgerversammlung

Bevor die Planungen zur neuen Ortsmitte in Heeren-Werve Realität werden, räumen die Verantwortlichen letzte Unklarheiten seitens der Bürger aus.

von Jan Dreher

Heeren-Werve

, 11.01.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Finanzierung ist beschlossene Sache und der Plan des Architektenbüros hat seine endgültige Form angenommen. Eigentlich steht dem Start der Baumaßnahmen rund um das neue Nebenzentrum für Heeren-Werve nichts mehr im Weg. Doch bevor es an die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten geht, lädt die Stadtverwaltung noch einmal interessierte Bürger ein, die letzten offenen Fragen zu klären.

René Rheims, Gründer und Inhaber des beauftragten Architektenbüros Kraft.Raum, erläuterte den knapp 50 Anwesenden der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Lutherzentrum zunächst das abschließende Konzept für die Umgestaltung an der Märkischen Straße. Das Herzstück bildet ein durch das Bodenmaterial abgehobener zentraler Platz mit einer schattenspendenden Sumpfeiche inklusive einer Sitzgelegenheit, die aus der Draufsicht die Silhouette eines Einhorns darstellt. Zu diesem sehr offenen Platz soll der sogenannte „Pocket-Park“, eine kleine Grünanlage, im Kontrast stehen und einen etwas ruhigeren Rückzugsort bilden. Gerahmt wird das Ganze durch breite Bürgersteige in „Promenaden-Stil“, sichere Querungsmöglichkeiten und Parkmöglichkeiten, die auch Menschen mit Behinderung und Familien berücksichtigen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

So sieht die neue Mitte in Heeren-Werve aus

So soll die neue Mitte in Heeren-Werve aussehen: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.
04.12.2018
/
So soll die neue Mitte in Heeren-Werve aussehen: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt - hier das Deckblatt der Präsentation.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Die Punkte auf dem Plan markieren Leuchtenstandorte: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Mögliche Beispiele für die Beleuchtung der neuen Mitte in Heeren-Werve: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Sitzpodst in Form eines Einhorns: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Sitzmöbel für die neue Mitte in Heeren-Werve: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Solche Spielgeräte sind vorgeschlagen: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Der Platz mit dem einhornförmigen Sitzpodest sowie möglichen Ausstattungsdetails: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Eine Auswahl von Gehölzen: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Eine Auswahl von Pflanzen: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
n: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Mögliche Mülleimer, Fahrradbügel und Poller: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Die östliche Kreuzung wird in einen Kreisverkehr umgewandelt. Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen
Querschnitt durch die Märkische Straße und den Platz: Das Landschaftsarchitekturbüro "Kraft Raum" aus Krefeld und die Stadt Kamen haben die Schlussfassung der Pläne für die Umgestaltung des Ortskerns vorgelegt.© Kraft Raum Landschaftsarchitektur/Stadt Kamen

Obwohl das Konzept augenscheinlich auf eine breite Akzeptanz der Anwesenden stößt, gibt es vor allem im Bereich der Verkehrsführung ein verstärktes Interesse, besonders seitens der Ortsansässigen. Da die Straße, die den neuen Platz von den zugehörigen Parkplätzen trennt, ein hohes Verkehrsaufkommen aufweist, gibt es Sorgen um die Sicherheit an und auf der Straße. Dem entgegnet der Erste Beigeordnete Dr. Uwe Liedtke mit dem Verweis, dass die Straße wahrscheinlich zur Fahrradstraße wird, mit denen man „bereits gute Erfahrungen in der Stadt sammeln konnte“. Zusammen mit einem klar geregelten Konzept für das Parken und die barrierefreien großzügigen Querungsstellen will man ein weitgehend gefahrloses Nebeneinander von Auto-, Radfahrern und Fußgängern ermöglichen. Mit dem klaren Parkkonzept soll so auch eine Gefahrenstelle an der Einmündung vom Schattweg in die Märkische Straße beseitigt werden.

Jetzt lesen

Für die Gewerbetreibenden stand vor allem der Zeitraum der Baumaßnahmen im Vordergrund. Bürgermeisterin Elke Kappen versicherte, „die Bauzeit möglichst kompakt zu halten“ und somit möglichst wenig Behinderungen hervorzurufen. Darüber werde man sich aber nach der Vergabe der Aufträge noch mal mit den Betroffenen zusammensetzen.

Kleinere Vorschläge wie der Zugang zu einer öffentlichen Toilette oder dem Bereitstellen temporärer Parkmöglichkeiten wurden von den Verantwortlichen der Stadt, die versicherten, den „Anregungen nachzugehen“, aufgenommen. „Ich glaube, dass es eine Aufwertung für den Stadtteil ist“, fasst die Bürgermeisterin zusammen und der Applaus der Anwesenden deutet darauf hin, dass auch die Bürger diese Meinung teilen.

Lesen Sie jetzt