Leser-Aktion: Wo haben Sie in Kamen Eichenprozessionssspinner gesichtet?

Mit Übersichtskarte

In Kamen werden derzeit an vielen Eichen Nester von Eichenprozessionsspinnern gesichtet. Aber wo genau befinden sich diese Nester eigentlich? Wir erstellen mit Ihrer Hilfe eine Übersichtskarte.

Kamen

, 19.06.2020, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Feldstraße in der Nähe des Segelflugplatzes ist gesäumt von rund 50 Eichen, an denen sich mehrere Nester des Eichenprozessionsspinners befanden. Die Stadt hat Warnschilder aufgehängt, das reichte den Anliegern jedoch nicht. Sie entfernten den Schädling auf eigene Faust – dort droht also keine Gefahr mehr.

Die Feldstraße in der Nähe des Segelflugplatzes ist gesäumt von rund 50 Eichen, an denen sich mehrere Nester des Eichenprozessionsspinners befanden. Die Stadt hat Warnschilder aufgehängt, das reichte den Anliegern jedoch nicht. Sie entfernten den Schädling auf eigene Faust – dort droht also vorerst keine Gefahr mehr. © Stefan Milk

An der Lortzingstraße wurden Nester gesichtet, Am Holze ebenfalls und am Sesekeweg an der Fünf-Bogen-Brücke wurden ebenfalls schon befallene Eichen gemeldet. Die Nester des Eichenprozessionsspinners werden zurzeit in vielen Städten an den Stämmen von Eichen entdeckt und der Schädling macht auch vor der Sesekestadt nicht Halt.

Etwa 50 Standorte auf städtischer Fläche seien der Stadt bereits gemeldet worden, erklärt Stadtsprecher Peter Büttner, zwischen 20 und 30 Nester habe die Stadt von einer Firma absaugen lassen. „Das populärste Beispiel ist der Schulhof der Diesterwegschule. Dort war mindestens ein Baum befallen“, sagt Büttner.

In Fällen wie diesen reagiert die Stadt sofort und lässt die Nester von einer Fachfirma absaugen, denn hier sind Menschen in Gefahr. Das Absaugen geschieht auf Zuruf. Wird der Stadt ein befallener Baum gemeldet, fahren umgehend Mitarbeiter raus, um die Stelle zu sichten. Dann wird entschieden, wie weiter verfahren wird.

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Wo Gefahr besteht – etwa an Kitas, Grundschulen oder im Innenstadtbereich – werden die Nester sofort abgesagt, sagt Büttner. Hier werde nach Priorität gearbeitet. Sollte ein Nest nicht sofort abgesaugt werden können, würden Bereiche abgesperrt. Eine andere Maßnahme sind Warnschilder. Diese hängt die Stadt auf, wenn in den Bereichen keine Gefahr besteht. „Dann lassen wir der Natur ihren Lauf, wir können nicht alle Tiere ausrotten“ , so Büttner.

Entfernt werden sie nur, wenn es nicht anders geht und das auch nur auf öffentlichem Grund, denn für private Eichen ist die Stadt nicht zuständig. Derzeit gibt es laut Baumkataster etwa 700 städtische Eichen.

Im vergangenen Jahr musste das Jahnstadion geschlossen werden, weil dort Eichenprozessionsspinner gesichtet worden waren. Bei Sportstätten, Spielplätzen, Kitas, Schulen etc. reagiert die Stadt sofort und sperrt Bereiche ab bzw. entfernt die Nester des Schädlings.

Im vergangenen Jahr musste das Jahnstadion geschlossen werden, weil dort Eichenprozessionsspinner gesichtet worden waren. Bei Sportstätten, Spielplätzen, Kitas, Schulen etc. reagiert die Stadt sofort und sperrt Bereiche ab bzw. entfernt die Nester des Schädlings. © Stefan Milk

Eichenprozessionsspinner am Sesekeradweg in Kamen

Warnschilder hängen mittlerweile schon an einigen Stellen. Auch an der Feldstraße hängen Schilder, wobei dort Nachbarn schon selbst die Initiative ergriffen und mit einem Sauger die Eichen befreit haben. Bei der Stadt gehen über das Beschwerdemanagement ständig neue Hinweise ein, eine öffentliche Auflistung der Stellen gibt es allerdings nicht. Dass die Kamener sich aber fragen, wo sie vorsichtig sein sollten, zeigt ein Blick in die Sozialen Medien. Dort tauscht man sich über Stellen aus, manch einer fragt besorgt, ob seine Radfahrstrecke noch sicher ist.

Eine Leserin entdeckte Nester am Buchenweg in Heeren-Werve.

Eine Leserin entdeckte Nester am Buchenweg in Heeren-Werve. © privat

Leser-Aktion: Wo haben Sie Eichenprozessionsspinner gesichtet?

Wo Warnschilder hängen bzw. sich Nester des Eichenprozessionsspinners befinden, dessen Brennhaare allergische Reaktionen hervorrufen können , möchten wir gerne aktuell begleiten – mit Hilfe der Leser. Schicken Sie uns einfach per E-Mail an kamen@hellwegeranzeiger.de den Standort zu und hängen Sie gerne auch ein Foto an.

Auf einer interaktiven Karte werden wir Sie dann hier auf dem Laufenden halten und aktuelle Stellen stets einpflegen. So wissen unsere Leser, wo in Kamen Vorsicht benoten ist.

Alle Angaben zu den Fundorten sind Momentaufnahmen und daher ohne Gewähr. Es kann zudem sein, dass die Stadt oder Eigentümer die Nester bereits entfernen ließen.
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