Laut und lästig in die Zukunft: Band spricht über ihre Pläne

dzKreative Musiker-Initiative

Die Musikerinitiative „Laut und Lästig“ ist ein Kamener Original und sorgt seit 30 Jahren für musikalische Highlights. Nun spricht der Vorsitzende über die Pläne für die Zukunft.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 21.08.2019, 11:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Planungen für das jährliche Open-Air Festival am Samstag, 24. August, ab 14 Uhr an der Gesamtschule sind abgeschlossen. Die Veranstaltung ist für die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Musikerinitiative immer wieder eine Herausforderung. „Unsere Mitglieder haben alle feste Jobs“, erklärt Nils Dauk, der erste Vorsitzende von „Laut und Lästig“. „Beruf und Engagement in Einklang zu bringen, ist da natürlich nicht immer so einfach.“

Dabei ist die Open-Air Veranstaltung nur eine von vielen, mit der die Musikerinitiative das kulturelle Programm der Stadt bereichern.

So gehört auch die Acoustic-Rotation, bei der die Künstler auf der Bühne das Publikum mit rein akustischer Musik beglücken, seit einem Jahr fest zum Programm der Initiative.

Zu Beginn sei das Event zweimal pro Jahr geplant gewesen, so Dauk: „Davon mussten wir aber leider Abstand nehmen.“ Die nötigen Arbeiten dafür seien einfach zu viel geworden, deswegen haben sich die Musiker auf einen Termin im Jahr beschränkt. „Wir machen lieber eine Veranstaltung, die dafür dann vernünftig organisiert ist, als zwei Veranstaltungen, die unserem Anspruch nicht gerecht werden.“

Laut und lästig in die Zukunft: Band spricht über ihre Pläne

Das Musikfest „Acoustic-Rotation“, bei dem die Künstler auf der Bühne das Publikum mit rein akustischer Musik beglücken, gehört seit einem Jahr fest zum Programm der Initiative. © Stefan Milk

Acoustic-Rotation vielleicht wieder zweimal im Jahr

Das könnte sich im kommenden Jahr vielleicht aber schon wieder ändern, so Dauk: „Wir haben viel Unterstützung von der Stadt bekommen, die in diesem Jahr auch als Veranstalter aufgetreten ist.“

Würde das so weiter laufen, könnte sich Dauk vorstellen, die Acoustic-Rotation in Zukunft auch wieder zweimal stattfinden zu lassen. „Wenn wir nicht alles selbst organisieren müssen, könnten wir das schaffen. Aber natürlich nur, wenn die Qualität erhalten bleibt.“

Auch auf der Winterwelt war die Initiative in den vergangenen Jahren regelmäßig vertreten, dieses Engagement will Dauk aufrecht erhalten. Das „Burnout“ war bisher ein Konzert, das an einem Tag erst die Bühne auf der Winterwelt beschallte und am selben Abend weiter in die Kneipe „Unikum“ weiterzog.

Doch der schnelle Szenenwechsel brachte organisatorische Probleme mit sich, deswegen wollen sich die Musiker nun auf das Unikum beschränken. „So bleibt uns einfach mehr Zeit, die Bühnentechnik professionell einzurichten“, so Dauk. Das bedeutet nicht, dass sie von der Winterwelt verschwinden werden. So seien nun an verschiedenen Tagen Auftritte der Vereinsbands geplant, die allerdings losgelöst vom Burnout stattfinden werden.

Am Samstag, 12. Oktober, sei zudem wieder ein „Road to Rockalution“-Konzert geplant, so betitelt die Initiative ihre Quartalskonzerte. Die regelmäßig stattfindenden Konzerte sind beliebt und so wird sich auch in Zukunft nur wenig an deren Organisation verändern.

Professionelles Rüstzeug dank Bandführerschein

Für ihre Mitglieder hat Dauk einen besonderen Service geplant. So könnten die Kamener Bands vielleicht schon ab Ende dieses Jahres einen Bandführerschein machen, der verschiedene Workshops beinhaltet.

Inhalte der Workshops würden sich mit Live- und Studiotechnik befassen, der Arbeit mit sogenannten PA-Anlagen, also Lautsprecherinstallationen, die zur Beschallung von großen Flächen mit Musik und Stimmen bei Konzerten dienen. „Dazu würden Workshops zum Thema Recht und Marketing kommen“, so Dauk. „Denn solche Dinge sind extrem wichtig für Bands, die ihre eigenen Auftritte organisieren.“ Wer alle Workshops erfolgreich abgeschlossen hat, würde dann den Bandführerschein erhalten.

Die Musikerinitiative feilt also auch weiterhin an ihrem Angebot, sowohl für Musikfans als auch die Musiker selbst. Genau dieses Engagement ist es, was „Laut und Lästig“ in den vergangenen 30 Jahren so erfolgreich gemacht hat.

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