„Latin Ladies“ fangen den Zauber der blauen Stunde ein

dzLiederabend zu Himmelsphänomen

Die Sonne ist schon untergegangen, aber die Nacht noch nicht hereingebrochen: Das Licht der blauen Stunde hat den Chor„Latin Ladies“ fasziniert. Also widmen die Sängerinnen dem Himmelsphänomen einen Liederabend.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Kamen

, 06.10.2019, 11:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Durch die Fenster der Margaretenkirche in Methler drang das letzte Sonnenlicht des Tages in das Kirchenschiff. Es war rötlich und ging dann immer mehr ins Dunkelblaue über, bis es dann zu einem nächtlichen Schwarz wurde. Die blaue Stunde hatte begonnen.

Es ist die Stunde zwischen Tag und Traum, die Chorleiterin Susanne Pawlak und ihre dreizehn „Latin Ladies“ vor einiger Zeit inspiriert hat, einmal einen Abend mit Liedern und Texten zum Ausklang des Tages zu gestalten. Dass nun auch auch noch viele Erntegaben für den Erntedankgottesdienst am folgenden Sonntag rund um den Altar gelagert waren, gab diesem Liederabend am vorigen Samstag zusätzlich noch ein besonderes Ambiente. Ging hierbei zwar nicht der Tag, aber das Erntejahr zu Ende.

Musikalisch war die „Blaue Stunde“, so der Titel des Liederabends, in vier Segmente aufgeteilt. In den Liedern des ersten Viertels bereiteten sich die Menschen auf den Abend vor, erzählten von Liebe und Freundschaft, ohne die eine Nacht doch sehr einsam werden könnte.

Im zweiten Viertel wurde es dann in den Liedern schon besinnlicher, handelten diese doch vom Wunsch nach Frieden oder auch dem Abendgebet „Laudate dominum“ (Lobe den Herrn). Meist sangen die „Latin Ladies“ dabei a cappella, gelegentlich sorgten Piano, Tambourin oder Klanghölzer für den effektvollen Kontrapunkt.

Auf ihrer musikalischen Reise wurden die Latin Ladies von Mitgliedern der evangelischen Gemeindebücherei begleitet, die zu den Liedern passende Texte herausgesucht haben. Eine Geschichte handelte dabei von der „traurigen Traurigkeit“, die am Ende aber in der Lage ist, die Menschen wieder aufzumuntern. Die andere Geschichte erzählt davon, dass es die Farbe „Blau“ nicht nur zu der besagten Stunde, sondern auch schon mal am Montagmorgen gibt. Und in der dritten Geschichte wird ein eigensüchtiger Riese auf wundersame Weise von einem kleinen Kind bekehrt.

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