Laith Al-Deen reißt sein Publikum in der Konzertaula von den Sitzen

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Es ist ein besonderer Moment: Laith Al-Deen beendet in der Kamener Konzertaula seine „Bleib Unterwegs“ Tour. Auch nach drei Jahren ist bei dem stimmgewaltigen Sänger von Müdigkeit keine Spur.

von Niklas Mallitzky

Kamen

, 28.09.2019, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alles beginnt am mit einem Schlagzeugsolo. Nacheinander sprinten die Bandmitglieder unter dem Jubel hunderter Zuschauer und dem wummernden Beat auf die Bühne. Dann steigt die Lautstärke noch einmal deutlich an: Laith Al-Deen präsentiert sich dem Publikum. Mit dem Song „Für alle“ beginnt das Konzert, mit dem der Sänger seiner drei Jahre andauernden Tour beendet.

Neun Studioalben kann das 1972 in Karlsruhe geborene Ausnahmetalent mittlerweile vorweisen. Seitdem Laith Al-Deen vor 19 Jahren mit dem Titel „Bilder von dir“ durchstarten konnte, ist er aus der deutschsprachigen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken. Sein 2016 erschienenes Album „Bleib unterwegs“ stand zeitweise auf Platz eins der deutschen Album-Charts und liefert den Titel zur gleichnamigen Tour.

Laith Al-Deen reißt sein Publikum in der Konzertaula von den Sitzen

Laith Al-Deen weiß, wie man Live-Stimmung verbreitet. © Marcel Drawe


Die Zuhörer hält es nicht auf ihren Sitzen

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, steigt Al-Deen in den Song des Abends ein. „Was wenn alles gut geht“ ist ein Titel vom achten Studioalbum des Künstlers. Während Al-Deen auf einer vernebelten und in gelbes Licht gehüllten Bühne alles gibt, hält es auch die Konzertgänger nicht länger auf den Sitzen. Reihe um Reihe stehen die Besucher auf, tanzen mit und genießen die Show. Orgelklang und eindringliche Schlagzeugeinlagen erhöhen den Druck, am Schluss ergreift Al-Deen zum ersten Mal am Abend das Wort. „Ich sag erstmal noch nichts“, scherzt der Sänger und bedankt sich beim Publikum. „Es ist schön, dass ihr alle da seid.“

Nach dem Lied „Kleine Helden“ geht es weiter mit dem Titel „Dein Lied“ vom Album „Melomanie“. So wie fast alle Lieder an diesem Abend, singt das Publikum auch die Ode an die unbekannte Liebe mit, die irgendwo dort draußen noch darauf wartet, entdeckt zu werden. Die Begeisterung für das Lied ist so groß, dass auch Al-Deen unter dem tosenden Applaus seiner Zuhörer meint: „Das ist so viel Applaus - dann können wir jetzt ja die Zugabe spielen!“

Laith Al-Deen reißt sein Publikum in der Konzertaula von den Sitzen

Vor dem Konzert trafen Leser unserer Zeitung Laith Al-Deen. © Marcel Drawe


Ein weiter und emotionaler Weg bis zur Zugabe

Doch bis zur Zugabe ist es noch ein weiter und emotionaler Weg. Für ihn seien die vergangen drei Jahre ein besonderes Erlebnis gewesen, verrät der Sänger. In dieser Zeit habe sich auch die Tour stetig weiter entwickelt. Nun sei es langsam Zeit, die bekannten Wege zu verlassen und etwas Neues zu wagen. Da es vorerst das letzte Mal sei, dass er diesen Titel aufführe, will Al-Deen „Meilenweit“ in einem etwas anderen Gewand präsentieren. Passend zum ungewohnten Raggae-Sound gibt der Sänger dem Publikum die Tanzschritte vor. Die sind denkbar einfach, so soll das Publikum einfach nach links und rechts wiegen. „Da kommt schnell Hosentaschenstimmung auf“, so Al-Deen. „Das ist besonders bei den Männern immer sehr beliebt, da muss man nicht mal die Hände bewegen.“

Laith Al-Deen spielte einen Titel vom neuen Album

Immer wieder animiert der Sänger die Besucher zum Mitsingen und sorgt für Stimung. Sein neues Album sei fast fertig und bekomme gerade noch den Feinschliff. Einen Titel davon bekommen die Fans bereits an diesem Abend zu hören. Irgendwann geht auch der schönste Abend zu Ende, natürlich nicht ohne die zu Beginn versprochene Zugabe. Petra und ihr Mann Achim waren schon auf zahlreichen Konzerten Al-Deens, für Sohn Ulrich ist es das erste gewesen. Die Stimmgewalt des Sängers begeistere sie immer wieder aufs Neue, erklärt die Kamenerin: „Laith klingt live genauso wie auf dem Album.“ Auch für Al-Deens Akustiktour „C‘est la vie“, die im November beginnt, hat das Paar schonKarten gebucht.

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