Kurzer Prozess für mutmaßlichen Drogendealer

dzDrogenhandel

Weil ein Kamener offenbar mehrfach Marihuana verkaufte, sollte er sich vor Gericht verantworten. Doch die Anklagebank blieb leer. Eine saftige Geldstrafe gab es trotzdem.

von Sylvia Mönnig

Kamen

, 15.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Mehrfach verkaufte ein Kamener einem Kunden offenbar kleinere Mengen Marihuana. Nachdem diese Geschäfte aufflogen, sollte sich der 28-Jährige vor dem Amtsgericht verantworten. Die Anklagebank blieb leer. Eine Strafe gab es dennoch.

In seiner Wohnung in Kamen, so der Vorwurf, empfing der Mann im Sommer vergangenen Jahres drei Mal den Abnehmer und verkaufte ihm jeweils etwa drei Gramm Marihuana für 50 Euro. Später wurden bei ihm unter anderem weitere elf Gramm Marihuana, die klassischen Feinwaagen, eine Marihuana-Mühle und Verpackungsmaterial entdeckt.

Wegen Drogenhandels hätte der 28-Jährige, der bislang „nur“ mit Verkehrsdelikten in Erscheinung trat, nun vor Gericht erscheinen sollen. Er fehlte. Lediglich sein mutmaßlicher Kunde fand den Weg in den Gerichtssaal. Unter den Umständen machte der Richter im wahrsten Sinne des Wortes kurzen Prozess: Der Kamener wurde in Abwesenheit per Strafbefehl zu 4200 Euro Geldstrafe verurteilt und die Drogen inklusive Zubehör wurden eingezogen.

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