Kühleres Wasser in den Hallenbädern: „Gäste kommen in Neoprenanzügen“

Redakteur
Die abgesenkten Wassertemperaturen in den Hallenbädern sorgen für kontroverse Diskussionen. Die GSW halten die Veränderung für akzeptabel.
Die abgesenkten Wassertemperaturen in den Hallenbädern sorgen für kontroverse Diskussionen. Die GSW halten die Veränderung für akzeptabel. © picture-alliance / dpa/dpaweb
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Kälteres Wasser, heiße Diskussionen: Die in den örtlichen Hallenbädern gesenkten Wassertemperaturen erhitzen örtlich die Gemüter. Seitdem die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen (GSW) die Wassertemperatur um drei Grad in den großen Becken verringert haben, erreicht Geschäftsführer Jochen Baudrexl mitunter Kritik. Vor allem in Bönen hat sich eine heftige Debatte entzündet. Im Schwimmunterricht, so schilderten dort Lehrkräfte, gebe es Kinder mit blauen Lippen. „Das geht soweit, dass Badegäste in Neoprenanzügen kommen. Das hat Auswüchse“, sagte Baudrexl jetzt vor dem Stadtrat in Kamen, als er einen Überblick über die extremen Preissprünge bei Erdgas und Strom gab. Vor dem Hintergrund der Energiekrise hält er die Entscheidung für richtig. „Das ist angemessen.“

In den großen Becken Temperaturen um drei Grad abgesenkt

In den drei Bädern wurde die Temperatur in den Hauptbecken von 28 auf 25 Grad gesenkt. Das betrifft in Kamen das Sportbecken, in Bergkamen das Mehrzweckbecken mit Hubboden und in Bönen das wettkampftaugliche Sportbecken, das teilweise mit Hubboden ausgestattet ist. Die Nichtschwimmerbereiche, die bisher auf 31 Grad beheizt wurden, sind nun auf 28 Grad temperiert.

Auf die Frage im Stadtrat, ob die GSW diese vor allem mit Blick aufs Babyschwimmen rückgängig machen könnten, verwies Baudrexl auf die Krisenlage, in der jetzige Sparbeitrag notwendig sei. „Ich bin auch ein Warmduscher, da stehe ich zu. Aber diese Absenkung halte ich für akzeptabel.“