Kreuzung an der Werver Mark in Kamen als Unfallschwerpunkt identifiziert

Unfallkommission

Die Kreuzung Schillerstraße(L665)/Werver Mark(K36) ist als neuer Unfallschwerpunkt auf Kamener Stadtgebiet benannt worden.

Kamen

von Carsten Fischer

, 19.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreuzung an der Werver Mark in Kamen als Unfallschwerpunkt identifiziert

Ein früherer Unfallschwerpunkt an der Weddinghofer Straße: Die geänderte Vorfahrtsregelung soll das Tempo drosseln.Milk © Stefan Milk

Die Kreuzung, an der sich auch noch die Straße „Südfeld“ anschließt, ist ins Blickfeld der Unfallkommission des Kreises Unna geraten. Das gab der Kreis Unna am Dienstag bekannt. Wie viele Unfälle dort gezählt wurden, darüber gab die Behörde keine Auskunft. Der Blick richtete sich dieses Mal, so hieß es, vor allem auf Unfälle mit Radfahrern. Eingestuft werden solche Straßen als Unfallschwerpunkt („Unfallhäufungsstelle“), wenn dort mehrere Unfälle in einem Jahr passieren. Die Unfallkommission gab als neuen Unfallschwerpunkt zudem in Selm die Neue Werner Straße (L507) an der Kreuzung zur Breiten Straße an.

Im März dieses Jahres war ein ehemaliger Unfallschwerpunkt wieder auffällig geworden: Die Straßenkreuzung an der Südschule in Südkamen war ins Visier der Behörden geraten, weil sich dort im vorigen Jahr vier Verkehrsunfälle gehäuft hatten. Meist blieb es bei Sachschäden, in einem Fall wurde ein Kradfahrer verletzt. Die Einstufung als Unfallschwerpunkt ergibt sich indirekt aus der regelmäßig aktualisierten Unfallstatistik, die die Kreispolizeibehörde Unna führt. Neben der Anzahl der Unfälle spielt bei der Einstufung beispielsweise auch die Kategorie und die Schwere des Unfalls eine Rolle.

Ziel der Unfallkommission sei es, gefährliche Stellen möglichst früh zu erkennen und so zu ihrer Entschärfung beizutragen. Im Rahmen der Analysen und Beratungen sei deutlich geworden, dass der Faktor Mensch einen nicht unerheblichen Anteil an der Entstehung einer Unfallhäufungsstelle hat. „Manche Unfälle stehen in keinem Zusammenhang mit der Verkehrssituation oder den baulichen Gegebenheiten, sondern sind auf Fahrfehler oder das Nichtbeachten von Verkehrsregeln zurückzuführen“, so Michael Arnold, der beim Kreis für Verkehrssicherung zuständig ist.

Wenn aber Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen können, so führt Arnold aus, rege die Unfallkommission diese auch an: Die Palette reiche dabei von Änderungen bei der Verkehrsregelung und Verkehrslenkung über die Verkehrsüberwachung bis hin zu baulichen Maßnahmen. Ob so etwas an der Kreuzung in Heeren-Werve zum Tragen kommt, ist noch nicht bekannt.

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