Kostenloser Internetzugang jetzt schon im Sesekepark, bald auch in der Fußgängerzone

dzFreies WLAN

Im neuen Sesekepark in Kamen gibt es nicht nur einen Zugang zum Wasser. Viele Besucher dürften sich auch über einen Zugang ins Internet freuen.

Kamen

, 02.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Kamen hat ihr erstes öffentliches WLAN im Freien in Betrieb genommen. Der Sesekepark in der Innenstadt ist nicht nur mit Spielplätzen, Spazierwegen und Sitzbänken ausgestattet, sondern auch mit einem Hotspot. Wirtschaftsförderin und Stadtmarketing-Chefin Ingelore Peppmeier betrachtet das Drahtlos-Netz als Vorbild für die noch für dieses Jahr geplante Digitalisierung der Fußgängerzone.

Die Technik für das drahtlose Netz im Sesekepark steckt in einem hellgrauen Gehäuse, das an einer Parkleuchte südlich der Vinckebrücke hängt. Mit Smartphones und ähnlichen Geräten lässt sich das Signal in einem Umkreis von ungefähr 30 Metern einfangen. Nach erfolgreicher Verbindung lassen sich beispielsweise Internetinhalte aufrufen, Kurznachrichten verschicken oder Videotelefonate führen – typische Smartphone-Nutzung eben.

Benutzung kostenlos, Registrierung nicht erforderlich

Bereits zur Eröffnung des Sesekeparks am vorvorigen Wochenende wurde das WLAN freigeschaltet, sodass die ersten Spaziergänger es erfolgreich ausprobieren konnten. Der Empfangsbereich deckt unter anderem einen Spielplatz mit Seil-Kletterbrücke und Sitzgelegenheiten ab. Stadtmarketing-Chefin Peppmeier schildert, dass der Zugang benutzerfreundlich gestaltet ist. Nur wenige Klicks, dann seien die Nutzer „im offenen WLAN drin“, sagt sie. „Man muss sich nicht registrieren.“ Öffentliche WLAN-Netze haben aus Sicht des Nutzers den Vorteil, dass die Benutzung kostenlos ist. Dagegen können beim Internetsurfen über das Mobilfunknetz Kosten anfallen. Aus städtischer Perspektive bildet das Drahtlos-Netz einen Baustein für eine attraktive Innenstadt.

WLAN im Park

So funktioniert es

Das öffentliche WLAN im Sesekepark ist unter dem Namen „HeLiSPOT“ zum Beispiel per Smartphone zu finden. Eine Antenne des Hotspots befindet sich in Höhe der Vinckebrücke, die von der Klosterstraße in den Park führt. Hinter dem „HeLiSPOT“ steht der regionale Internetprovider Helinet, eine Tochter der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bönen-Bergkamen und weiterer Stadtwerke. Kommt die Verbindung mit dem WLAN zustande, erscheint zunächst eine Startseite, die den Nutzern die Wahl lässt, ob sie sich entweder als Helinet-Kunde einklinken wollen oder als Gast. Ein Klick auf „Gast“ führt zu einem Hinweis: „Wenn Sie sich nun anmelden, können Sie bis zum Ende des Tages kostenlos Surfen. Um den HotSpot nutzen zu können, müssen Sie die Nutzungsbedingungen akzeptieren“. Sobald der Nutzer auf „Akzeptieren“ klickt, kann er den Internetzugang nutzen. Eine weitergehende Registrierung mit der Eingabe von persönlichen Daten wie Name oder Anschrift ist nicht erforderlich. Der Nutzer stimmt zu, dass Helinet Daten im Rahmen gesetzlicher Bestimmungen speichert: Beginn und Ende der Internetsitzung, die verwendete öffentliche bzw. interne IP-Adresse, den Ort, an dem der Nutzer online geht, und eine eindeutige Kennung des Nutzers („Hardware-Adresse und Helinet-Logindaten“). Die tatsächlich aufgerufenen Inhalte werden aus Datenschutzgründen nicht gespeichert.

Der Sesekepark ist der Anfang, weitere Zugangspunkte sollen in der Fußgängerzone im Bereich Adenauerstraße, Weststraße, Willy-Brandt-Platz, Markt und Kampstraße folgen. „Wir installieren das öffentliche WLAN, um die Innenstadt modern und attraktiv aufzustellen“, sagt Peppmeier. Als Anwendungsbeispiel nennt sie einen Einkaufsbummel in der Innenstadt, bei dem sich Kunden online über den örtlichen Handel informieren, zum Beispiel über Angebote. Es gehe auch darum, den stationären Handel und Online-Angebote miteinander zu verknüpfen. Das WLAN-Netz dient der Information, aber auch dem Zeitvertreib. „Wenn die Familie unterwegs ist und Papa und Mama einkaufen, können die Kinder dabei mit dem Smartphone spielen – es gibt ja auch sinnvolle Spiele“, sagt Peppmeier. Bislang gibt es öffentliche Netze nur vereinzelt in der Kamener Innenstadt, etwa in der Stadtbücherei oder in einzelnen Geschäften.

Anbieter für Fußgängerzone heißt „Freaky“

Die Vorbereitungen auf die Installation der Hotspots in der Fußgängerzone sind angelaufen. Der Anbieter „Freaky“, ein anderer als im Sesekepark, hat in einer Ausschreibung das beste Angebot gemacht. Doch bevor Techniker zur Montage der Hardware losgeschickt werden, will Wirtschaftsförderin Peppmeier zunächst die Chance auf Fördergeld ergreifen, die sich nur vor dem offiziellen Projektstart bietet. Das Zeitfenster für die Online-Bewerbung um Mittel aus dem Programm „WiFi4 EU“ liegt Anfang Oktober. 15.000 Euro unter anderem für die nötige Hardware sind in Aussicht.

Doch auch wenn Kamen keinen Zuschlag erhält, wird das Projekt daran nicht scheitern. Die Hotspots sollen in jedem Fall installiert werden, die Mittel im Haushalt sind gesichert. „Wir würden dann Mitte Oktober mit der Installation loslegen“, sagt Peppmeier. Die Standorte für eine optimale Abdeckung der Fußgängerzone sind bereits ermittelt, und die privaten Hauseigentümer sollen mit der Installation an ihren Gebäuden einverstanden sein. Auf einer Planskizze sind die künftigen Hotspots bereits in Form von elf roten Punkten oder Kringeln zu erkennen.

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