Konstantin Wecker - erst fällt Auftritt ins Wasser, dann klappt‘s doch: „Das war der Hammer!“

dzMit Chor aus Heeren

Erst fällt der Auftritt mit Konstantin Wecker ins Wasser, dann kommt er doch noch zustande: In glanzvoller Atmosphäre des Konzerthauses Dortmund. Der Liedermacher löste dabei ein Versprechen ein.

Kamen

, 07.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was für eine Enttäuschung für den Heeren-Werver Chor „Music of Joy“, der mit dem populären Liedermacher Konstantin Wecker auf der Bühne stehen soll. Das Konzert fällt aber wegen Schlechtwetters buchstäblich ins Wasser. Doch Wecker löste jetzt sein Versprechen ein, das Konzert in Dortmund nachzuholen. Mit den Heeren-Werver Sängerinnen. Und das Ganze in festlicher Umgebung: Im Konzerthaus Dortmund.

Konstantin Wecker - erst fällt Auftritt ins Wasser, dann klappt‘s doch: „Das war der Hammer!“

Zusammen mit Konstantin Wecker auf der Bühne im Konzerthaus. Ein Erlebnis für den virtuosen Chor aus Heeren-Werve. © Privat

Singen oder Nicht-Singen: Das Wechselbad der Gefühle

Doch von Anfang an. Bettina Bäter ist Mitglied des Chors aus Heeren und hat das Wechselbad der Gefühle von Anfang an miterlebt. Beim Jubelfest der Arbeiterwohlfahrt im August sollte der hiesige Chor eigentlich gemeinsam mit dem Chor „Sing Bund“ aus Dortmund auf dem dortigen Friedensplatz auftreten - beim Konzert mit Konstantin Wecker. „Es wurden sowohl getrennt als auch gemeinsam zwei Lieder von Konstantin Wecker eingeübt, die dann mit ihm gesungen werden sollten“, berichtet Bäter.

Die beiden Lieder, die die Sängerinnen mit dem bekannten Liedermacher einstudierten, heißen „Sag nein“ und „Was keiner wagt“. „Dabei“, so Bäter, „geht es um den Kampf gegen Rechts und den Mut, Haltung zu zeigen.“

Konstantin Wecker - erst fällt Auftritt ins Wasser, dann klappt‘s doch: „Das war der Hammer!“

Gruppenbild mit dem Chorleiter Winfried Meier. Das Konzerthaus bot eine festliche Bühne für den Auftritt mit Konstantin Wecker. © Privat

Dann kommt der Regen auf den Friedensplatz

Doch dann kommt der Regen und setzt den Friedenplatz unter Wasser. Die Verantwortlichen sagen aus Sicherheitsgründen den Auftritt der Chöre ab, während Konstantin Wecker weiter das Programm bestreitet. „Eine Absage, bevor wir überhaupt die Bühne betreten durften“ so Bäter. Die Enttäuschung sei natürlich groß gewesen. „Aber die Sicherheit geht natürlich vor.“ Doch die Proben haben offenbar Eindruck hinterlassen bei dem Sänger, der durch viele tiefsinnige Balladen zu einem der bekanntesten deutschen Liedermachern zählt.

Konstantin Wecker - erst fällt Auftritt ins Wasser, dann klappt‘s doch: „Das war der Hammer!“

Der Chor „Music of Joy“ in Aufstellung auf der Konzerthaus-Bühne. Er performte zwei Lieder mit dem populären Liedermacher Konstantin Wecker. © Privat

Schon der Soundcheck war Aufregung genug

„Unser Auftritt hat Konstantin Wecker so gut gefallen, dass er beide Chöre eingeladen hat, mit ihm im Konzerthaus zu singen“, so Bäter und ergänzt: „Und was soll man sagen: Konstantin Wecker hat Wort gehalten!“ Jetzt im Winter nunmehr der Auftritt von Wecker und den beiden Chören mit Orchester und Dirigenten in Dortmund. Der Auftritt des Kamener Chors war dabei für den zweiten Teil des Konzerts geplant. Und die Vorfreunde war groß: „Was für eine Ehre. Wir auf einer großen Bühne wie das Konzerthaus mit Orchester und Dirigenten - einfach klasse“, so Bäter. Schon der Soundcheck mit Wecker und Orchester sei Aufregung genug gewesen. Dann stieg die Spannung ins Unermessliche, bevor die Sängerinnen die Bühne betraten und ihre Lieder anstimmten: „Das war schon der Hammer!“, so Bäter. Denn nicht nur Wecker war begeistert, auch das Publikum. „Wir sind immer noch geflasht - und es war uns eine Ehre auf so einer großen Bühne aufzutreten.“

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Auch der Chorleiter hat am Ende nichts Kritisches zu sagen

Ausverkauftes Haus, natürlich live gesungen. „Das ist ein tolles Erlebnis für einen Chor“, so Bäter. Als Liedauswahl hatte Konstantin Wecker zum einen „Das Hexeneinmaleins“ und zum anderen „Im Namen des Wahnsinns“ für die Heerener ausgesucht. Wecker konnten die Sängerinnen bei seinen anderen Liedern aber nicht miterleben. „Bei dem Konzert konnten wir nicht zuhören, es war ja ausverkauftes Haus!“ Und auch Chorleiter Winfried Meier hatte einmal nichts zu sagen, wie die Sängerinnen am Ende augenzwinkernd feststellen. „Auch er war super zufrieden mit uns!“

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