Kommissar Zufall klärt Kamener Kaufland-Handtaschenraub auf

Panik-Schreie im Cappenberger Wald

Aus dem Cappenberger Wald dringen panisch klingende Schreie, Zeugen rufen die Polizei. Beim folgenden Hubschrauber-Einsatz wird ein Mann entdeckt, der eines Raubs in Kamen verdächtig ist.

Kamen

, 24.08.2018 / Lesedauer: 2 min
Kommissar Zufall klärt Kamener Kaufland-Handtaschenraub auf

Polizisten im Cappenberger Wald (Archivfoto): Bei einer Suchaktion stieß die Polizei durch Zufall auf den Verdächtigen eines Kamener Raubüberfalls.

Der Überfall auf eine 73-jährige Frau Anfang August auf dem Kaufland-Supermarktplatz in Kamen ist aufgeklärt. Kommissar Zufall hat bei der Aufklärung geholfen – und das kommt nach Angaben der Polizei so: In der Nacht zu Freitag meldet sich kurz vor Mitternacht ein Pärchen telefonisch bei der Polizei, weil es aus dem Bereich des Ruheforstes Cappenberg Schreie gehört hat.

Die Zeugen sprechen von „panischen Schreien“, können aber nicht genau sagen, woher sie kommen. „Die Polizei suchte daher den angegebenen Bereich ab. Bei der Suche wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt“, heißt es im Polizeibericht.

Die Hubschrauberbesatzung entdeckt ein einzelnes Auto im Bereich der Teiche Schlossberg/Dreischfeld und lotst aus der Luft eine Streifenwagenbesatzung zu dem Fahrzeug. Als die eingesetzten Polizeibeamten den Wagen überprüfen, entdecken sie auf dem Rücksitz einen schlafenden Mann und eine Katze. Der Mann, ein 56-Jähriger ohne festen Wohnsitz, ist kein Unbekannter für die Polizei. So hat ihn die Staatsanwaltschaft Aurich bereits zweimal zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben, und auch die Kreispolizeibehörde sucht ihn, weil er im dringenden Verdacht steht, am 3. August eine 73 Jahre alte Unnaerin auf dem Kaufland-Parkplatz in Kamen überfallen zu haben.

So wie Zeugen den Räuber kurz nach dem Überfall beschrieben hatten, ahnten die Beamten schon, dass es sich bei dem Verdächtigen um den 56-Jährigen handeln konnte. „Wir wussten aber nicht, wo er war“, sagte Polizeisprecherin Ute Hellmann. Der Zufall führte letztlich zur Festnahme im Cappenberger Wald.

Konfrontiert mit Fotos des Verdächtigen, hat das Überfallopfer vom 3. August den Mann inzwischen als Täter identifiziert. Der Mann hatte die Frau mit vorgehaltener Waffe bedroht und sie so zur Herausgabe ihrer Handtasche gezwungen. Die mögliche Tatwaffe wurde von den Beamten sichergestellt: es handelt sich um eine Spielzeugpistole. „Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei ihm eine Waffe abnimmt“, sagt Polizeisprecherin Ute Hellmann. Am Freitag wurde der Verdächtige dem Haftrichter vorgeführt.

Ungeklärt ist die Herkunft der Schreie, die von einer unbekannten Frau stammen sollen. Zeugen erreichen die Polizei unter Tel. (02389) 921-3420.
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