Knobelclub besucht die Gut Aiderbichl Ballermann Ranch und zeigt ein Herz für Tiere

dzTierrettung

Ein Knobelabend zugunsten der Tiere auf der Ballermann Ranch: Als Ralf Haselhoff gehört hat, dass die Ranch zum Gnadenhof wird, fuhr er gen Norden – und kam mit einer genialen Idee zurück.

Kamen

, 10.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Trinkfeste Knobler, die sich für gerettete Tiere einsetzen – was wie ein Widerspruch klingt, macht der Kamener Knobelclub jetzt wahr. Ralf Haselhoff, zweiter Vorsitzender der Knobelgruppe ist per Zufall an die Ballermann-Ranch in Blockwinkel geraten – einem Hof, der seit diesem Jahr zur Tierhilfestiftung Gut Aiderbichl gehört. Das Ehepaar André und Anette Engelhardt hatte sein Ranch an die Tierschützer übertragen, verwaltet und bewohnt das Anwesen aber weiterhin. Die Geschichte der Ranch weckte Ralf Haselhoffs Neugier, weshalb er bei einer Motorradtour in den Norden dort anhielt. Mit dem gebürtigen Hammer Andre Engelhardt kam er gleich ins Gespräch und nach der Führung über den Hof war die Idee für einen gemeinsamen Knobelabend geboren.

Kamener Knobelclub besucht die Gut Aiderbichl Ballermann Ranch

Die Kamener Knobler wollen den „Ballermann“ von einer andere Seite kennenlernen – den Ballermann in Spanien kennen sie bereits. Die Gruppe unternimmt regelmäßig gemeinsame Ausflüge. „Wir sind aber schon etwas ruhiger geworden“, räumt Haselhoff ein. Nach Mallorca ging es schon eine Weile nicht mehr. Der Kamener Knobelclub „Knobelclub Moin Moin“ zählt zehn Mitglieder, die sich schon sehr lange kennen – „gute Kumpels von früher“, so Haselhoff. Der Knobelclub hat sich Mitte der Achtziger gegründet. In ihrer neuen Stammkneipe, Kümpers, treffen sie sich einmal im Monat zum Knobeln. Zusätzlich unternehmen sie regelmäßig Ausflüge.

Ausflug nach Blockwinkel in Niedersachsen

Am 4. Mai machen sich die guten Kumpels mit ihren Frauen auf den Weg nach Blockwinkel in Niedersachen, um dort in einem Gasthaus nahe der Ranch gegeneinander zu knobeln. André Engelhardt und „ein paar Leute aus dem Dorf“ nehmen ebenfalls an dem Abend teil. Der Erlös aus den einzelnen Runden soll vollständig dem Gut Aiderbichl zugute kommen. Zehn Euro spenden die Knobler pro verlorener Runde – „Und wie ich die Jungs kenne, werden das einige“, sagt Haselhoff. Je nachdem, was am Ende herauskomme, wollen die Knobler noch ein wenig aufstocken. „Es ist natürlich nicht die Welt, aber für die Tiere zählt jeder Cent.“ Die Knobler seien selbst Tierbesitzer und hätten sich bereits für einen Dortmunder Tierschutzverein und für Obdachlose engagiert.

Knobelclub besucht die Gut Aiderbichl Ballermann Ranch und zeigt ein Herz für Tiere

Ralf Haselhoff hat André Engelhardt auf der Ballermann Ranch besucht – dabei kamen die beiden auf die Idee, einen gemeinsamen Knobelabend zu veranstalten. © privat

Erst ein Ausflug zur Ballermann-Ranch und dann ein Knobelabend

Bevor es aber ans Schocken geht – so heißt das Würfelspiel – besuchen die Gäste aus dem Ruhrpott Engelhardts Ranch. Dort haben zahlreiche Tiere, die vor dem Schlachter gerettet wurden, ein Zuhause gefunden. Engelhardt freut sich auf den Besuch: „Es ist der erste Klub aus dem Ruhrpott, der sagt ‚das unterstützen wir‘“, so Engelhardt. Der Zuspruch mache ihn stolz. Er und seine Frau sind die Rechteinhaber der Marke Ballermann und nehmen für jede CD oder Veranstaltung, die das Wort „Ballermann“ beinhalten, Geld ein. Künftige Lizenzeinnahmen sollen laut Engelhardt in den weiteren Aufbau und der Erweiterung des Gnadenhofes fließen.

Schon vorher lebten die Engelhardt mit Pferden, Hunden und Eseln auf der Ranch. Seit sie ihren Hof der Tierhilfestiftung Gut Aiderbichl überlassen haben, sind dort viele weitere Tiere eingezogen.

Gut Aiderbichl bezeichnet eine Gesellschaft und mehrere gemeinnützige Stiftungen, die Tier-Gnadenhöfe betreiben. Es wurde im Jahr 2001 von Michael Aufhauser gegründet. Zu Gut Aiderbichl gehören 30 Höfe in sechs Ländern – mit über 6000 geretteten Tiere. Noch ist das Ziel von Gründer Michael Aufhauser aber nicht erreicht: „Auch wenn es gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst wenn es gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel. Dann haben wir etwas verändert: UNS!“

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