Klimaschutzsiedlung in Methler: Schon 105 Bewerber auf der Warteliste

dzVermarktung ab Herbst

Wohnen im Einklang mit der Natur. Die Klimaschutzsiedlung trifft den Nerv künftiger Häuslebauer. 105 Interessenten haben sich auf die Liste fürs geplante Baugebiet setzen lassen.

Kamen

, 27.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wohnen im größtmöglichen Einklang mit der Natur. Zahlreiche Bürger aus Kamen und Umgebung interessieren sich für die sogenannte Klimaschutzsiedlung, die jetzt südlich des Dorfs Methler entstehen soll.

105 Interessenten stehen zurzeit auf der Liste, die im Rathaus geführt wird. „Die Bewerberlage ist gut, die Liste ist aber nicht geschlossen. Wer sich um ein Grundstück bewerben will, kann das jederzeit tun“, informiert die Beigeordnete Ingelore Peppmeier auf Anfrage der Redaktion.

Insgesamt gibt es 400 Interessenten für Baugrundstücke in Kamen.

Auf dem Haferfeld in Methler soll ein neues Baugebiet entstehen. Die Erschließungsarbeiten beginnen im kommenden Jahr.

Auf dem Haferfeld in Methler soll ein neues Baugebiet entstehen. Die Erschließungsarbeiten beginnen im kommenden Jahr. © Marcel Drawe

Vermarktung der Baugrundstücke ab Herbst

Die Vermarktung der Baugrundstücke soll im Herbst beginnen, wie Peppmeier berichtet. Die Flächen sind Bestandteil des Bebauungsplans Nr.36 Ka-Me „Wohnbebauung südlich Dorf Methler“, dessen Satzungsbeschluss an diesem Donnerstag, 27. Februar, auf der Tagesordnung des Stadtrats steht. Vermarktet werden Grundstücke für 30 freistehende Häuser und zwei Doppelhäuser (mit demnach vier Doppelhaushälften) und zwei Mehrfamilienhäuser mit maximal sechs bis acht Wohneinheiten.

Die Grundstücke sind zwischen 300 und 600 Quadratmeter groß. Besonderheit: Etwa ein Drittel des neuen Baugebiets befindet sich im Eigentum der Ev. Gemeinde Methler, die die Grundstücke eigenständig vermarkten will. Preise für ein Siedlungsquadratmeter wurden noch nicht aufgerufen. „Die Grundstückspreisermittlung steht noch aus“, so Peppmeier. Es müsse erst das Ergebnis der in Kürze beginnenden Erschließungsplanung bekannt sein, bevor konkrete Zahlen genannt werden können.

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Förderung für Passivhäuser und Drei-Liter-Häuser

Sogenannte Passivhäuser und Drei-Liter-Häuser sollen in der Klimaschutzsiedlung Standard werden. Das sind Häuser, die im Vergleich mit herkömmlichen Bauten nur ein Minimum an Energie verzehren. Mit dem Siegel „Klimaschutzsiedlung“ sollen den künftigen Bauherren über Fördertöpfe des Landes zusätzliche Geldquellen erschlossen werden, mit denen technische Einbauten finanziert werden können.

Zurzeit wird der Einbau von Lüftungsanlagen beispielsweise mit Beträgen bis zu 5000 Euro gefördert. Zuschüsse gibt es beispielsweise auch für Batteriespeicher und Biomasseanlagen.

Die künftigen Bewohner sollen Vorbild sein für eine klimaschonende Baukultur, die auch woanders Zukunft haben kann.

Zielgruppe ist vor allem die Altersklasse der 30- bis 50-Jährigen.

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