Klimaschutzsiedlung in Methler: Erste Arbeiten im neuen Baugebiet ab kommender Woche

dzWohnen in Kamen

Wohnen im Einklang mit der Natur. Das ist künftig möglich im neuen Baugebiet südlich des Dorfs Methler. Es gibt viele Interessenten. Kommende Woche beginnt die Erschließung der Fläche.

Kamen

, 24.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Baustart für die sogenannte Klimaschutzsiedlung. Wenn am Montag, 28. September, um 15 Uhr der symbolische erste Spatenstich den Haferfeld-Boden zerteilt, beginnt die Erschließung für das neue Baugebiet.

Auf der circa 3,1 Hektar großen Fläche ist Platz für 35 Baugrundstücke für Einzel- und Doppelhäuser mit Grundstücksgrößen im Bereich von 300 bis 600 Quadratmetern. Nördlich des Altenzentrums sind zudem zwei Mehrfamilienhäuser mit maximal sechs bis acht Wohneinheiten vorgesehen.

Erschließungsarbeiten beginnen mit dem Bau der Kanalisation

Ab Montag wird zunächst der Mutterboden abgetragen, bevor ein neuer Misch- und Schmutzwasserkanal gelegt wird, an dem das Baugebiet angeschlossen wird. „Mit diesen Arbeiten werden wir etwa vier bis fünf Wochen beschäftigt sein“, teilte Stadtsprecher Peter Büttner auf Anfrage mit.

Die Klimaschutzsiedlung soll umweltfreundlicher als herkömmliche Siedlungen sein. Es geht dabei, so heißt es offiziell, um die „Vermeidung von wärmebedingten CO2-Emissionen im Gebäudebereich“, sprich: Für Erdwärme, Solar und klimafreundliche Technik können auch Fördergelder abgerufen werden. Die Siedlung entsteht südlich des Dorfes Methler zwischen der Germaniastraße und der Straße Im Haferfeld.

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Über 100 potenzielle Bauherren und -damen auf der Liste

Das Wohnen im größtmöglichen Einklang mit der Natur hat zahlreiche Bürger aus Kamen und Umgebung interessiert, seitdem das Projekt vor ca. zwei Jahren vorgestellt wurde. 105 Interessenten standen zuletzt auf der Liste (Stand Februar dieses Jahres), die im Rathaus geführt wird. Aktuelle Zahlen will die Stadt bekannt geben, wenn am Montag der Spatenstich in Höhe des benachbarten Altenzentrums „Peter und Paul“ erfolgt.

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Passivhäuser und Drei-Liter-Häuser als Standard

In einer der dann ersten Klimaschutzsiedlungen der Region sollen sogenannte Passivhäuser und Drei-Liter-Häuser Standard werden. Das sind Häuser, die im Vergleich mit herkömmlichen Bauten nur ein Minimum an Energie verzehren. Mit dem Siegel „Klimaschutzsiedlung“ gibt es die Möglichkeit, über Fördertöpfe des Landes zusätzliche Geldquellen zu erschließen, mit denen technische Einbauten finanziert werden können.

Zurzeit wird der Einbau von Lüftungsanlagen beispielsweise mit Beträgen bis zu 5000 Euro gefördert. Zuschüsse gibt es beispielsweise auch für Batteriespeicher und Biomasseanlagen.

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