Klimaschutz: Aktionsbündnis gegen Plastikmüll ruft zu Foto-Wettbewerb auf

dzMüll im Urlaub

Das Aktionsbündnis gegen Plastikmüll macht seinem Namen alle Ehre und organisiert diverse Aktionen. Neben einem Stand in der Innenstadt und dem Besuch von Forschern steht ein Foto-Wettbewerb an.

Kamen

, 15.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Endlose, saubere Strände und türkisfarbenes Meer: Wenn wir Urlaubsfotos machen, dann wollen wir den Ort, den wir besucht haben, von seiner besten Seite präsentieren. Die wenigsten würden Müll abfotografieren – dabei werden die meisten in ihrem Urlaub auch Ecken gesehen haben, die nicht traum-, sondern eher grauenhaft aussehen. Jutta Eickelpasch kann sich noch genau an all die vermüllten Stellen, die sie auf ihren Reisen gesehen hat, erinnern. „Ich habe dafür ein Auge“, sagt die Umweltberaterin der Verbraucherzentrale Jutta Eickelpasch. Sie führt gemeinsam mit dem Klimaschutzmanager Tim Scharschuch und Dorothee Weber von der GWA das Aktionsbündnis gegen Plastikmüll an. Bei dem lezten Treffen kam das Bündnis auf die Idee, einen Wettbewerb zu starten. Im Urlaub sollen Bilder zum Thema „Müll in der Landschaft/vermüllte Strände“ geschossen werden. Das können Negativ-, aber auch Positivbeispiele sein. Eikelpasch hat an der Nordsee einmal einen großen Behälter gesehen, in den UrIauber gefundenen Plastikmüll werfen sollten. Die Bilder können bis zur ersten Woche nach den Ferien – also Anfang September – zur Verbraucherzentrale in Kamen geschickt werden. Die Fotos sollen in einer Ausstellung veröffentlich werden.

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Aktionsbündnis gegen Plastikmüll besteht mittlerweile aus 40 Mitgliedern

Beim zweiten Treffen des Bündnisses in der vergangenen Woche hat sich Eickelpasch über neue Gesichter gefreut. Insgesamt sind mittlerweile rund 40 Menschen im Pool der Aktion. Wer mitmachen will ist willkommen, so Eickelpasch. Das Bündnis sei kein Verein mit regelmäßigen Treffen und Verpflichtungen. Die Treffen finden ungefähr einmal im Monat statt, wenn Aktionen anstehen auch seltener. Per Mail werden die Aktivisten über Neuigkeiten informiert.

Wer Lust hat, etwas für die Umwelt zu tun oder sich für Informationen zur Vermeidung von Plastik im Alltag interessiert, kann sich bei der Verbraucherzentrale an der Kirchstraße unter Tel. (02307) 4380101 melden – oder am Samstag, 13. Juli, ab 10.30 Uhr in die Innenstadt kommen. Für diesen Tag hat das Bündnis seine nächste Aktion geplant. In der Fußgängerzone machen sie auf Höhe des Geschäftes Ernstings Family in der Innenstadt mit einem Stand auf sich aufmerksam. Wer vorbeikommt, erhält nicht nur Tipps und einen kostenlosen Ratgeber. Die Mitglieder der Aktion verschenken auch Stoffbeutel, die anstelle von Plastiktüten zum Einkaufen genutzt werden sollten – der Umwelt zuliebe.

Klimaschutz: Aktionsbündnis gegen Plastikmüll ruft zu Foto-Wettbewerb auf

Forscher und Umweltinteressierte waren am Mittwochabend im Rahmen der „Plastik-Tour-de-Ruhr“ zu Besuch in der Verbraucherzentrale Kamen. Eickelpasch kann sich gut vorstellen, künftig mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Was umweltfreundlich scheint, muss nicht umweltfreundlich sein

Während Stoffbeutel viele Male verwendet werden können und offensichtlich umweltfreundlich sind, sieht das mit Einwegverpackungen aus Rohstoffen schon anders aus. Auch Becher aus Pappe hätten eine Lebensdauer von nur zwei Minuten und landeten im Restmüll. „Dafür werden ebenfalls Ressourcen verbrannt und das ist eine Belastung für die Umwelt“, sagt Eickelpasch. Im kostenlosen Ratgeber des Aktionsbündnisses werden Mythen wie diese aufgeklärt und umweltfreundliche Alternativen vorgestellt. Ende September will das Aktionsbündnis zudem mit dem Zug den Unverpacktladen in Bochum besuchen und sich das Konzept vorstellen lassen. Ein konkreter Termin steht noch nicht fest.

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„Plastik-Tour-de-Ruhr“ macht Halt in der Verbraucherzentrale in Kamen

Dass das Aktionsbündnis um Eickelpasch auch über die Sesekestadt hinaus Aufmerksamkeit erregt, bewies ein Besuch von „fahrradfahrenden“ Wissenschaftlern am Mittwochabend. Im Rahmen der „Plastik-Tour-de-Ruhr“ erkundeten Forscher und Interessierte auf dem Rad drei Tage lang das Ruhrgebiet und machten sich ein Bild davon, welche Plastiksorten am Wegesrand und in Büschen herumliegen. Dabei besuchten sie auch relevante Orte. Die Umweltberaterin Jutta Eickelpasch informierte die Gäste über das Aktionsbündnis gegen Plastik und nachhaltigen Konsum, verteilte Stoffbeutel und Ratgeber.

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