Kleinbus kracht in Lkw: Unfall wird ein Fall fürs Gericht

von Jana Peuckert

Kamen

, 17.07.2019, 17:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist noch mitten in der Nacht auf den 5. November vergangenen Jahres, als sich ein Kleinbus mit mindestens acht Personen von Polen aus auf den Weg nach Amsterdam macht. Der weite Weg führ das Gefährt unter anderem auf die A2. Dort findet die Reise um 4.30 Uhr kurz nach dem Kamener Kreuz ein tragisches Ende. Laut späterer Rekonstruktion war der Kleinbus mit etwa 150 Stundenkilometern auf einen vor ihm fahrenden Lastkraftwagen aufgefahren.

Zum Glück kamen keine Insassen bei dem massiven Zusammenstoß ums Leben. Der Beifahrer des Busses musste jedoch schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo er drei Monate bleiben musste. Andere Mitfahrer trugen Nasenbrüche und Rippenfrakturen davon.

Am Mittwoch sollte im Amtsgericht dem Busfahrer der Prozess wegen fahrlässiger Körperverletzung gemacht werden. Doch die Anklagebank blieb leer. In einer früheren Vernehmung hatte der Mann angegeben, kurz abgelenkt gewesen zu sein, als er einen Kaffeebecher abgestellt habe. Um eine Strafe kam der Mann trotz seines Fernbleibens nicht herum. In seiner Abwesenheit erließ der Richter einen Strafbefehl über 1800 Euro Geldstrafe. Den kann der Angeklagte nun akzeptieren oder Einspruch dagegen einlegen.

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