Wenn Ehefrau und Geliebte sich verbünden: Ein Buch über starke Frauen

dzAutor Klaus Goehrke

Frauen müssen sich in einer Welt, die von Männern bestimmt ist, ihren eigenen Weg suchen. Klaus Goehrke versetzt sich in ihre Lage – und spielt sein eigenes Geschlecht gegen die Wand.

Kamen

, 10.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Klaus Goehrke ist von Frauen umgeben. Er hat drei Töchter und eine Ehefrau. Da bekommt er einiges mit – unter anderem, wie Frauen sich in bestimmten Lebenssituationen bewähren müssen. Der Kamener Autor Goehrke, der schon viele Bücher und vor allem Theaterstücke geschrieben hat, hat sich nun in die Lage von Frauen versetzt. Speziell in die Lage von Frauen, die ihren eigenen Weg gehen und sich etwas trauen.

Sein neues Werk heißt „Wir sind frei – Von Frauen, die sich trauen“ und beinhaltet laut Buchcover Kurzgeschichten. Wobei Klaus Goehrke sie eher Erzählungen nennen würde. Die acht Texte sind länger als Kurzgeschichten und „nehmen sich Zeit, um Atmosphäre herbeizuführen.“ Jede Geschichte ist fiktiv, aber freilich nicht unrealistisch. Die Hauptfiguren lösen sich aus Situationen und stemmen sich gegen Widerstände, „die nicht greifbar sind.“ Denn Frauen müssen manchmal Probleme überwinden, die unsichtbar sind – und das ist etwas Reales und Aktuelles, erklärt Goehrke.

Frauen bewähren sich in einer Männerwelt

Tatsächlich will er damit darauf aufmerksam machen, dass Frauen in der heutigen Gesellschaft noch immer mit Problemen zu kämpfen haben – auch nach 100 Jahren Wahlrecht noch. Dieses Jubiläum brachte Goehrke Anfang dieses Jahres auf die Idee, ein Buch aus der Sicht starker Frauen zu schreiben. „Die hier vereinten Geschichten handeln von Frauen heute, die den Mut haben, in einer noch immer von Männern bestimmten Welt ihren eigenen Weg zu suchen“, steht in der Zusammenfassung auf der Buchrückseite.

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Im Gegensatz zu vielen historischen Texten, die Goehrke in der Vergangenheit aufs Papier brachte, sind die Geschichten alle einem Thema untergeordnet und richten sich an ein einheitliches Publikum – Frauen. Auch Männer können aus dem Text sicherlich etwas lernen. Manch einer könne sich auf den Schlips getreten fühlen, was er nicht hoffe, sagt Goehrke. „Die Männer werden von den Frauen etwas an die Wand gespielt.“ In der Geschichte „Zwei Frauen“ verbünden sich etwa die Ehefrau und die Geliebte eines Mannes und lassen ihn am Ende auflaufen.

Ob Goehke es als Mann geschafft hat, sich erfolgreich in die zwei zornigen Frauen hineinzuversetzen, entscheiden bald die Leserinnen. Seine Töchter hätten das Buch noch nicht gelesen, seiner Frau habe es gefallen, sagt der Autor. Er ist gespannt, wie das Buch bei den anderen Lesern ankommt. Ab Mittwoch soll es im örtlichen Buchhandel erhältlich sein. Pünktlich zum Weihnachtsfest, sodass das Werk noch gut verschenkt werden kann. „Bei meinem letzten Band hat sich das bewährt.“

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