Kitas in Kamen wollen offenbar nicht länger öffnen

dzKinderbetreuung in Kamen

Das Kinderbildungsgesetz soll Kitas ermuntern, ihre Öffnungszeiten zu erweitern – für Eltern, die für die Betreuung Bedarfe jenseits der Kernzeiten haben. Kamens Kitas reagieren verhalten.

Kamen

, 20.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zu den Neuerungen des Kinderbil­dungsgesetzes (KiBiz) zählt die finanzielle Förderung von Angeboten zur Flexibili­sierung der Betreuungszeiten in der Kindertagesbetreuung. Dazu stellt das Land NRW im Kindergartenjahr 2020/21 landesweit 40 Millionen Euro zur Verfügung. In den Folgejahren sind es erst 60 Millionen Euro (2021/22), dann 80 Millionen Euro (ab 2022/23).

Die Stadt Kamen erhält für das Kindergartenjahr 2020/21 einen Anteil in Höhe von 86.800 Euro. Gefördert werden können

  • Öffnungszeiten in Kitas, die über eine Öffnungszeit von wöchentlich 47 Stunden hinaus­gehen
  • Öffnungszeiten in Kitas an Wochenend- und Feiertagen
  • Öffnungszeiten und Betreuungsangebote nach 17 Uhr oder vor 7 Uhr
  • Kitas, die nur an 15 Öffnungstage oder weniger in den Ferien schließen
  • zusätzliche Betreuungsangebote bei unregelmäßigem Bedarf oder für ausnahmsweise kurzfristig erhöhten Bedarf der Familien und Notangebote
  • ergänzende Kindertagespflege

Das Problem: Eine aktuelle repräsentative Umfrage aller Eltern für den Jugendamtsbezirk Kamen liegt nicht vor. Dies wurde in die Planungen für das Kindergartenjahr 2021/22 aufgenommen.

Die Träger der Kindertageseinrichtungen in Kamen reagieren verhalten. Offenbar sehen sie keine Notwendigkeit, ihre Öffnungszeiten zu erweitern. Bislang liegt kein Förderantrag vor.

Deshalb schlägt die Stadt dem Jugendhilfeausschuss vor, die KiBiz-Gelder zunächst für die ergänzende Kindertagespflege zu verwenden. Dabei wird durch individuelle Zusatzangebote der Bedarf an Betreuung über die Öffnungszeiten der Kita hinaus erfüllt.

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Kamen tagt am Dienstag, 23. Juni, ab 18 Uhr in der Kamener Stadthalle. Die Sitzung ist öffentlich.
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